Diese Seite als Druckausgabe
|
Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Ich könnte nicht einfach ins Auto steigen und irgendwohin verreisen. Ich möchte mich vorbereiten, einstimmen, die Karte studieren, Reiseführer lesen und die wesentlichen Informationen über mein Reiseziel im Kopf haben.
Besonders schön ist es, zu Freunden zu reisen. Ich weiß, dass sie mir raten und helfen werden, mich in ihrem Land zurechtzufinden. Für die gemeinsamen Tage haben sie schon allerlei Schönes und Interessantes vorbereitet. „Das Leben ist eine Reise“ sagt Jesus seinen Jüngern, „das Ziel kennt ihr“. „Nein“ sagt Thomas, „wir wissen überhaupt nicht, was auf uns zukommt, nicht einmal morgen und schon gar nicht nach unserem Tod. Also was ist dort, wo du, Jesus, nun hingehst?“ Jesus sagt ihm das nicht, nur das eine: „Wenn du dort an-kommst, bin ich schon da!“ Deshalb sollen seine Jünger – und auch wir – ohne Angst vor der Zukunft leben. Das Leben ist eine Reise. Wir haben es nicht in der Hand, was unsere Zukunft bringen wird. Manches kann schrecklich sein. Davor werden wir leider nicht bewahrt werden, aber wir werden darin begleitet sein, selbst wenn’s das Leben kosten sollte – Er wird auch dann da sein.
Autor / Quelle: Pfarrer Wolfgang Del-Negro
Beitrag online bis 31.7.2002 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 15 ( - - ) / 100 / 233
|