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 © Helmut Meisl

 Pfarrblatt
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Osterpfarrbrief druckfrisch

Ein Osterbrief soll das werden, ein Brief des Dankes und der Freude. Ich möchte auf einiges verweisen, was in der Kirche schön ist, Freude macht, was wir nicht verstecken brauchen.

Liebe Halleinerinnen, Liebe Halleiner!

Ein neudeutsches Modewort heißt "outen". Ein ganzer Bereich des Fernsehens lebt davon, dass Menschen sich outen und ihr Persönlichstes nach außen kehren.
Gläubige Menschen outen sich auch und zeigen, wie wichtig ihnen Gott ist. Sie verschweigen nicht ihre Fragen, Schwierigkeiten und Fehler. Genauso wenig verheimlichen sie, dass sie unterwegs und noch längst keine Heiligen sind. Aber in ihnen lebt die Sehnsucht, diesem Jesus Christus nachzufolgen. Dieser Ruf, diese Sehnsucht kann sich schon bei Achtjährigen zeigen, die zu ministrieren beginnen, oder bei Müttern, die das eigene und andere Kinder auf die Erstkommunion vorbereiten; bei jedem, der aktiv den Gottesdienst mitfeiert; bei denen, die Alte und Kranke besuchen und dabei nicht auf die Uhr schauen; auch bei denen, die im Auftrag der Kirche Religion unterrichten, bis hin zu denen, die als Ordensleute (in Hallein) nicht wegzudenken sind. Dann gibt es die, die im Auftrag des Bischofs die Sakramente spenden und dadurch einen besonderen Dienst in der Kirche ausüben. So verschieden diese Menschen sind, eines ist ihnen allen gemeinsam: Sie wissen sich von Jesus Christus gerufen und gesandt! Gerufen, damit die Botschaft von der Auferstehung in unserer vielstimmigen Welt ihren Platz behält. Gesandt, damit Ostern nicht zu einem Wort verkommt, das nur noch den Frühlingsurlaub bezeichnet.

Wir sind dankbar für jede und jeden dieser Gerufenen. Wir brauchen sie notwendig! Sie brauchen aber auch uns, unser Wohlwollen, unseren Dank und unseren Glauben. Ich wünsche uns allen die Freude und den Frieden des auferstandenen Christus.

Gesegnete Ostern!





Autor / Quelle: Ihr Pfarrer Johann Schreilechner

Beitrag online bis 9.3.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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