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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
Diese Seite als Druckausgabe


Dankbarkeit
Im Weizenfeld meines Lebens treibt so viel Unkraut seine Blüten. Gott sei Dank wartet Er auf die Ähren!


Kein Freibrief zum Leichtsinn
Gottes unendliche Geduld mit den Schwächen der Menschen zu verwechseln mit einem Freibrief zum Sündigen, ist wie seine Hütte anzuzünden, weil man weiß, dass die Feuerwehr einen rettet.


Nur jener wird das Mögliche tun, der an das Unmögliche glaubt: an das Unmögliche, das Gott allein schenken kann, an sein Reich, an seine Zukunft.

Klaus Hemmerle

17. Juli 2005 - 16. Sonntag im Jahreskreis

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg.

Wissen Sie, wie lange ein Senfkorn braucht, bis ein Baum daraus wird? Ein Jahr!

Deswegen ist für mich das eines der tröstlichsten Gleichnisse Jesu, gerade dann, wenn ich denke: Was bringt das, was ich tue und sage? Ist mein Engagement nicht vergebliche Mühe?

Mir fällt der Eine-Welt-Handel ein. Am Anfang wurde nach dem Gottesdienst Kaffee verkauft, der recht bitter war, dazu Honig und Tee, dann Schokolade, die mir nicht schmeckte. Heute gibt es in schönen Läden eine reiche Auswahl, die Qualität ist wirklich gut. Ich finde fair gehandelte Produkte sogar im Supermarkt!

Wenn es heißt: Ach, nach dem Weißen Sonntag sieht man die Kinder nicht mehr in der Kirche, dann tröste ich mich: Wir Seelsorger und Katechetinnen haben Senfkörner in die Kinder gesät. Wie diese aufgehen, wann sie Früchte tragen, das darf ich anderen und vor allem Gott überlassen. Ich bin entlastet! Ich habe so Kraft und Zeit, mich den Senfkörnern in mir zu widmen. Gott möchte auch diese weiter wachsen lassen, oder vielleicht neue säen.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Daniela Schott

Beitrag online bis 14.8.2005 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (14.7.05 - 21.07.05 - ) / 1139 / 209