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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Die Entknappung der Kostbarkeiten

Alles gibt’s schon, günstig und gebraucht. Der Sportgeist treibt an, das beste Schnäppchen nur einen Mausklick entfernt zu erhaschen. Anders das Reich Gottes – es lässt sich einfach nicht ebayisieren. Wer es kennen lernt, neu und unverfälscht, muss notfalls bereit sein, wie Alfred Delp sagt, sich von Gottes Geist aus sich selbst herausquälen zu lassen „durch die unendliche Sehnsucht, durch den Hunger und Durst nach Gerechtigkeit“.




Nur jener wird das Mögliche tun, der an das Unmögliche glaubt: an das Unmögliche, das Gott allein schenken kann, an sein Reich, an seine Zukunft.

Klaus Hemmerle

24. Juli 2005 - 17. Sonntag im Jahreskreis

Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.

Wer kommt in den Himmel? So fragen nicht nur Kinder. So haben auch die Jüngerinnen und Jünger Jesus gefragt. Der hat viel vom Himmelreich erzählt. Oft in Bildern und Vergleichen. Manchmal hat man das Himmelreich unverhofft in den Händen, erzählt Jesus. Man findet etwas Wertvolles und verkauft sein Eigenes, um dieses eine Wertvolle zu kaufen und zu besitzen. Das kann vorkommen. Es kann aber auch etwas anderes vorkommen. Man sucht jahrelang voll Eifer nach etwas Großem, Wertvollen, vielleicht nach einer Perle. Plötzlich sieht man sie. Dann setzt man alles daran, diese eine Perle zu besitzen. Man würde sogar seinen Besitz verkaufen, erzählt Jesus, um die eine Perle kaufen zu können.

Wie auch immer: das Himmelreich ist kostbar wie nichts sonst auf der Welt. Das weiß Jesus und sagt es uns weiter. Für den Himmel strengt man sich an wie für nichts sonst auf der Welt. Außer vielleicht für die Liebe. Da strengt man sich auch an. Der Himmel hat viel mit Liebe zu tun. Wer nach ihr sucht, lässt alles andere stehen und liegen. Und wer sie gefunden hat, gibt sie nie wieder her.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Becker

Beitrag online bis 21.8.2005 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (21.7.05 - 28.07.05 - ) / 1144 / 213