Sakramente
Aktuelles
Arbeitskreise
Haus Mirjam
Wir in der EINEN Welt
Kinder und Jugend
Die Stadtpfarrkirche
Kirchenrenovierung
Pfarrblatt online
Presse und Gedrucktes
Termine Stadtpfarre
Impressum
   
Aktuelles
Termine
Kontakt
   
Aktuelles
Termine
   
Aktuelle Informationen
Termine evangelisch
Evang. Pressedienst
Kontakt
   
Aktuelles Programm
   
Die Halleiner Kirchenmaus
Gedanken
   
Internet-Links
Gästebuch
Alle Termine
   
Fastenaktion ab 2002
Adventkalender
bibelfest 2002
Archiv 2012
Archiv 2011
Archiv 2010
Archiv 2009
Archiv 2008
Archiv 2007
Archiv 2006
Archiv 2005
Archiv 2004
Archiv 2003
Archiv 2002
Archiv Pfarrblatt
   



Beiträge warten
(gesperrter Bereich)



 © Helmut Meisl

 Unsere Pfarrkirche
Diese Seite als Druckausgabe


Viel Fingerspitzengefühl verlangen die Grabungen in der Pfarrkirche.


Teile eines gotischen Bogens.


Ein freigelegtes Grab aus der Barockzeit.

Mit Pinsel und Staubsauger

Die Arbeiten in der Halleiner Stadtpfarrkirche erfordern hohe Konzentration, stundenlange gebückte Haltung, sowie zeitweise das Tragen einer Atemmaske gegen giftige Schimmelpilze.

Die Arbeiten in den ersten Wochen haben sich auf den rechten vorderen Teil der Kirche konzentriert.

Zuerst wurden von den Steinmetzen die Steinplatten und eine dort befindliche Grabplatte abgehoben und abtransportiert.

Sodann wurde von den Archäologen der Boden untersucht und abgetragen. Die Bilder zeigen, mit welcher Sorgfalt und Genauigkeit diese Arbeiten durchgeführt werden: Mit Pinseln und mit Hilfe eines Staubsaugers werden Steinchen, Sand und Schotter entfernt, um herauszufinden, was sich im Untergrund der Kirche verbirgt. Die Arbeiten erfordern hohe Konzentration, stundenlange gebückte Haltung oder gar auf dem Bauch liegend, sowie das Tragen einer Atemmaske gegen giftige Schimmelpilze.

Die Studenten des Grabungsteams finden ihre Arbeit jedoch „toll“: Auf die Frage, ob das nicht langweilig und ermüdend sei, meinen sie, es sei der Traum jedes Archäologen, eine Grabung durchführen zu können, wo man wirklich jede Menge Funde aus Holz, Steinen und die Überreste von hier Bestatteten findet.

Bei den derzeit herrschenden hohen Sommertemperaturen ist der Arbeitsplatz in der Kirche aber immerhin angenehm und kühl.

Bei den archäologischen Grabungen im rechten, vorderen Teil der Kirche wurden bereits in geringer Tiefe die Überreste von hier Begrabenen gefunden, sowie Gewölbe-Reste der gotischen Kirche. Die aufgefundenen Knochen werden sorgfältig freigelegt und untersucht. Sie stammen wohl aus dem Friedhof, der die ursprünglich ja kleinere Kirche umgeben hat, und befinden sich jetzt im Inneren, weil die neue Kirche später eine größere Grundfläche eingenommen hat.

Gefunden wurden darüber hinaus Teile aus der frühren gotischen Kirche; ob diese zu den bereits früher gefundenen und beim Turmeingang wieder verbauten Teilen passen, muss noch geprüft werden.

Ein Grab aus der Barockzeit wurde freigelegt. Es gibt in der Kirche noch mehrere mit Grabplatten verschlossene Gräber, und die Inschriften zeigen, dass es damals (MDCCC…) Brauch war, Pfarrer und Dechanten in der Kirche zu begraben.

Wie geht es mit den Arbeiten weiter?
Vom Bundes-Denkmalamt wurde festgelegt, dass einige Quadratmeter Bodenplatten probeweise verlegt werden sollen, um die Arbeit begutachten und genehmigen zu können. Die Steinmetzen sind daher derzeit am Zuge, um diese geforderte Arbeit durchzuführen.





Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, Pastoralassistent

Beitrag online bis 31.12.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (30.7.05 - 31.08.05 - ) / 1149 / 434