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Zwei Worte … … zwei Fehler: „Man“ – ein wunderbar bequemes Versteck. Mit der Stimme so tun, als wäre ich dabei, während das Herz draußen bleibt. Und das „sollte“ – die höfliche Umschreibung, nichts zu tun.
Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
Ödön von Horvath
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25. September 2005 - 26. Sonntag im Jahrskreis
Amen, das sage ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Denn Johannes ist gekommen, um euch den Weg der Gerechtigkeit zu zeigen, und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt.
Klare Antworten sind selten geworden. Auch zur Zeit Jesu war die Haltung der Verwaschenheit schon bekannt. Jesus erzählt ein Beispiel von zwei Söhnen. Der eine sagt Ja und tut es dann nicht. Der andere sagt Nein und tut es dann doch. Beides ist nicht schön. Und doch lobt Jesus den, der es schließlich doch getan hat. Sein Tun ist glaubwürdig. Warum erzählt Jesus so merkwürdige Geschichten? Weil er Mut machen will, glaube ich. Das Reden ist nicht so bedeutend wie das Tun. Man kann Nein sagen, wenn man es dann doch tut. Man darf ruhig mal abweisend reden, wenn man dann doch zugewandt lebt. Nicht oft darf man das, aber mal darf man es. Auf seine Worte sollte niemand festgenagelt werden. Das Tun ist wichtiger. Und selbst die Zöllner und Huren, die dem Glauben so abgewandt scheinen, können eher ins Gottesreich kommen als die, die so christlich reden. Die Worte machen es nicht. Entscheidend ist, was einer tut. Mit Reden erreicht man den Himmel nicht. Der wartet nicht auf hundert schöne Worte, sondern auf eine liebe Tat.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Becker
Beitrag online bis 22.10.2005 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (22.9.05 - 29.09.05 - ) / 1187 / 206
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