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 © Helmut Meisl

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Kooperator Josef Pletzer





Josef Pletzer, Kooperator

Seit September 2005 hat Dechant Schreilechner wieder einen Kooperator als geistliche Unterstützung an seiner Seite.

Grüß Gott!

Seit ersten September bin ich nun hier in Hallein – für mich viele neue Gesichter und Namen, viele neue Begegnungsorte, viele neue Schüler,...

Wer ist der Neue?
Ja vieles ist neu für mich, und für viele bin auch ich neu! Die eine oder der andere wird sich fragen: „Wie ist er der neue Kooperator?“ „Woher kommt er?“ „Welche Schwerpunkte setzt er?“ usw.
Auf das eine und andere wird man nach und nach drauf kommen – aber die Eckdaten möchte ich hier festhalten.
Meine Heimat ist Going am Wilden Kaiser – dort wuchs ich mit meinem jüngeren Bruder Werner und meiner jüngeren Schwester Martina auf. Eine zeitlang wohnte ich auch in Söll – nach der Scheidung meiner Eltern – dann aber zog es mich wieder zurück nach Going.
Nach der Volks- und Hauptschule besuchte ich die Tourismusschule in St. Johann in Tirol und arbeitete anschließen in Hotels in unserer Umgebung (Ohne den Wilden Kaiser wollte und konnte ich einfach nicht sein, so dachte ich damals!).

Der Weg zum Priesterberuf
Ausgelöst durch einen Mopedunfall – 5 Tage Lebensgefahr – begann ich 1993 mit dem Nachholen der Matura im Aufbaugymnasium Horn (weit weg vom Wilden Kaiser!) und wohnte bis 1998 im Canisiusheim – interdiözesanes Seminar für Priesterspätberufe. Anschließend folgte das Studium der Theologie und der Selbstständigen Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät der Universität Salzburg.
Eine für meine menschliche, theologische und pastorale Entwicklung sehr bedeutende Zeit, war das „Externjahr“ (drittes Jahr im Priesterseminar, Studienjahr 2000/01) in Kenia – Ostafrika. Wahrlich ein Geschenk war diese Zeit. Ich lebte mit italienischen Missionaren in Embu in der Nähe des Mount Kenya, studierte anschließend an der Catholic University of Eastern Africa bei Persönlichkeiten wie Prof. Charles Nyamiti und Prof. Awaylrad Shorter und arbeitete hierauf für einige Monate als Seminarist in der Pfarre Umoja am Stadtrand von Nairobi (drei Gottesdienste am Sonntag mit jeweils ca. 2500 bis 3000 Gläubigen).
Mein Studium setzte ich in Salzburg 2001 fort, reiste aber für meine Diplomarbeit „Die kleinen christlichen Gemeinschaften Ostafrikas. Ein neuer Weg Kirche zu sein?!“ wiederum für vier Monate nach Kenia.

Die Weihen
Am 5. Dezember 2004 wurde ich in Wörgl zum Diakon geweiht – dort war ich auch als solcher tätig und erlebte eine lebendige Pfarre, ein gutes Miteinander und Füreinander und ein sehr engagiertes Pfarrteam. Dies war die ideale Vorbereitung auf die Priesterweihe am 29. Juni 2005.
Viele Energien für meine erste Kooperatorenstelle sammelte ich im heurigen Sommer. So erlebte ich eine wunderbare Heimatprimiz und zahlreiche schöne Nachprimizen! Einer der zahlreichen Höhepunkte war sicher die Primizreise nach Kenia mit einer Gruppe von 12 Personen mit der Nachprimiz in meiner zweiten Heimatpfarre Umoja!

Aufgaben in Hallein
Seit ersten September bin ich nun in Hallein. „Was hast Du denn alles zu tun als Kooperator in Hallein?“ „Wie geht es Dir dort?“ „Wie ist das mit der Kirche?“ so lauten die Fragen von Freunden und Familienmitgliedern, wenn sie mich anrufen oder besuchen!
Meine Aufgaben als Kooperator sind einmal die Schule – ich unterrichte als Unterrichtspraktikant am Gymnasium – damit verbunden sind zahlreiche Begleitseminare. Ansonsten bin ich in der Liturgie eingespannt, betreue – derzeit noch gemeinsam mit Armin unserem Mesner – die Ministranten, bin auch für Neualm und die dortige Schulen zuständig, bereite mit Josef – Pastoralassistent von Neualm – die Firmung vor und fast jeden Tag kommt etwas Neues hinzu oder erfahre ich Neues; da bin ich für die gute Betreuung durch unseren Pfarrer sehr dankbar.

Gemeinsam nach vorne blicken
Hallein ist spannend – das wissen wir wohl alle! Viele engagierte Christen erlebe ich hier – viele Auseinandersetzunge hat es gegeben, so habe ich gehört – all das was war, will ich gar nicht wissen, ich will vielmehr mit Euch/Ihnen (beim ersten Gottesdienst habe ich das Du angeboten, da ich mich als Tiroler da einfach leichter tu, aber da pass ich mich ganz an!) nach vorne blicken.
Wir renovieren die Kirche. Vieles wird aufgegraben und neu hergerichtet. Viele Menschen gehen zur Zeit die Ausgrabungen anschauen – vielleicht ist es uns möglich, auch die Beziehungen wieder neu aufzurichten, aufeinander neu zuzugehen und miteinander nach vorne zu blicken – nach vorne, auf den Herrn, der uns ruft zur Mitarbeit in seinem Weinberg. Hallein ist unser Weinberg, ER braucht jeden von uns als SEINEN Mitarbeiter. Gehen wir den Weg miteinander!

Auf diese gemeinsame Wegstrecke freue ich mich!





Autor / Quelle: Josef Pletzer, Kooperator in Hallein

Beitrag online bis 31.12.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (13.10.05 - 31.10.05 - ) / 1208 / 432