Diese Seite als Druckausgabe
Staub aushalten und Kraft zu haben ...
... sind zum Herstellen der Schlitze für die Heizung unabdingbare Voraussetzungen.
Das innovative und intelligente Heizsystem wird die Baukörper (Wände, Säulen, Bodenbereiche) temperieren und so für Behaglichkeit bei möglichst geringen Raumtemperaturen (= Heizkosten) sorgen.
|
Stemmen für eine warme Kirche
Reichlich Kraft, Ausdauer und Staubverträglichkeit verlangten die Vorbereitungsarbeiten für den Einbau der Temperieranlage für die Kirche.
Im Oktober und November wurden gleichzeitig mit den Grabungsarbeiten der Archäologen bereits die Schlitze für die Heizungsrohre in den Wänden und Säulen der Kirche eingestemmt. Eine lärmende und staubige Angelegenheit: Man sieht den Staub durch das Blitzlicht.
Ab Mitte November beginnt die Installation der Heizungsrohre durch die Fa. Radauer, Anif-Niederalm. Ein eigentlich wichtiges Ereignis: Nach dem langdauernden Abreißen, Entfernen, Ausgraben, Ausstemmen ... in der Kirche beginnt jetzt der Wiederaufbau und die Erneuerung. Diese Arbeiten werden neben den weiterlaufenden Grabungen der Archäologen durchgeführt.
Die Rohre für die geplante Niedertemperatur-Heizung werden rundum in den Mauern und den Säulen der Kirche verlegt. Sie sollen die Mauern trockenlegen und für eine "Erhöhung des Komforts" (Arch. Adlhart) sorgen. Die Heizung soll sofort nach der Fertigstellung angeschlossen werden und den Betrieb aufnehmen, damit in den Wintermonaten in der Kirche ohne Frost weitergearbeitet werden kann.
Ein interessantes Detail: Die Zuschüsse der EB Finanzkammer erstrecken sich nicht auf den Einbau einer Heizung: Dies wird bei keiner Kirche der Erzdiözese mitfinanziert.
Beim Begriff "Heizung" sollte man sich allerdings kein Temperaturniveau vorstellen, wie man es in Wohnungen gewöhnt ist. Das Heizsystem wird für eine Grundtemperierung und trockene Wände und Böden sorgen, die Raumtemperatur wird abhängig von der Aussentemperatur sein. In der Praxis wird das bedeuten, zu Weihnachten wird es nicht mehr 5-6°C in der Kirche haben, sondern rund 10°C, in der Karwoche keine 1-2°C sondern ebenfalls gute 10°C. Nachdem die Gottesdienstteilnehmer ja mit Aussenbekleidung in die Kirche kommen, wir das dennoch eine massiv spürbare Verbesserung im Temperaturempfingen bedeuten. Technisch wären natürlich auch höhere Raumtemperaturen überhaupt kein Problem, nur: wer soll das bezahlen ...
Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, Pastoralassistent / Helmut Meisl
Beitrag online bis 31.12.2009 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (2.12.05 - 31.12.05 - ) / 1244 / 1130
|