Diese Seite als Druckausgabe
|
6. Dezember 2005 - Franz Speckbacher
Als Gewerkschaftler und Betriebsrat war sein Motto: Aufzutreten und zu kämpfen gegen Zwänge, sich einzusetzen für Gerechtigkeit, und Hilfestellung anzubieten für sozial Schwächere und Gefährdete.
Geboren am 6.12.1934 in Hallein - alles Gute zum Geburtstag! Er erlebt als Kind die ganze Kriegszeit in Hallein, besucht nachher die Handelsschule in Salzburg. Seit 1951 Speditionsangestellter bei der Fa. Lagermax, dort langjähriger Betriebsrat. Seit 1995 im Ruhestand. Verheiratet seit 1961, sieben Kinder. Seine Frau ist 1991 gestorben.
Was betrachtet Franz Speckbacher als wichtig in seinem Leben?
Als Gewerkschaftler und Betriebsrat war sein Motto: Aufzutreten und zu kämpfen gegen Zwänge, sich einzusetzen für Gerechtigkeit, und Hilfestellung anzubieten für sozial Schwächere und Gefährdete.
Bedeutend und markant ist stets sein Einsatz für Pfarre und Kirche: Als Jugendlicher führt er eine Jugendgruppe. Kann man sich vorstellen, dass Pfarrer Loithfellner in den 50er Jahren gemeinsame Ausflüge der Burschen- und Mädchengruppen „gefährlich“ fand und eher verbieten wollte?
Er ist mehrere Perioden im Pfarrgemeinderat und Pfarrkirchenrat tätig. Einen Schwerpunkt bildet dabei immer sein Einsatz für die kirchlichen Baulichkeiten, die schrittweise erneuert und in gebrauchsfähigen Zustand gebracht werden: Gruberhaus, Vikarhaus, Marienheim, Kirche und Pfarrhof werden renoviert. Seine Erfahrung: Manchmal ist es wichtig, etwas Neues couragiert anzugehen, sonst bewegt sich gar nichts. Bei der Stadtpfarrkirche hat er alles miterlebt: Den Kirchenbrand, den Turmeinsturz, den Wiederaufbau, die Glockenweihe… Die derzeitige Renovierung der Kirche findet er notwendig und wichtig, sie hat für ihn auch Symbolkraft: Die Pfarre traut sich zu, auch in der heutigen Zeit ein so großes Werk anzugehen.
Er wünscht sich, dass in der Pfarre das religiöse „Miteinander“ stärker zum Ausdruck kommt, dass nicht verschiedene Gruppierungen kaum Kontakt miteinander halten. Und er ist seit einer Taizé-Fahrt ein unbedingter Befürworter der Ökumene: Die christlichen Kirchen sollten viel mehr zusammenarbeiten und das Gemeinsame betonen.
Er nimmt teil an einer Bibelrunde und wünscht sich, in diesem Bereich mehr zu wissen: Wir sind biblisch wenig gebildet im Vergleich zu den „Bibelforschern“. Die Reisen in andere Länder und Kulturen, früher beruflich erforderlich, vielmals auch mit „Kolping“ oder mit Roman Anlanger, haben einen bedeutenden Stellenwert in seinem Leben. Fremde Kulturen, Lebensweisen und neue Menschen kennenzulernen, bedeutet ihm viel und hat sein Leben sehr bereichert.
Für sich persönlich und für seine Familie hat er ein starkes Gottvertrauen, das ihm trotz mancher gesundheitlichen Probleme und Beschwerden hilft. Der Tod von Elke 1991 war ein harter Schlag, sie ist unvergessen. Aber das Leben muss weitergehen, und es ist ihm gelungen, auch diese Hürde zu nehmen: Damals mit der Einstellung „Die Kinder brauchen mich“, und eigentlich immer noch in der Bemühung, dass das Leben der Kinder gut geht und ihr Leben Erfüllung findet. Als Motto seines Lebens nennt er: „Immer auf der Suche nach Neuem zu sein - das Alte zeitgemäß in die neuen Zeiten zu übertragen - neue Begegnungen, neue Erfahrungen, neues Wissen zu sammeln.“
Alles Gute, Franz! Auf ein Neues!
Zurück zum Adventkalender
Autor / Quelle: Wilfried Kaaser - Pastoralassistent
Beitrag online bis 31.3.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (5.12.05 - 05.12.05 - ) / 1247 / 461
|