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Vorbildlich: Der neue Direktor der HTL, Franz Kurz, ließ in diesem Schuljahr die Schüler in Bussen zum Schul-Eröffnungsgottesdienst auf den Dürrnberg bringen, weil die Stadtpfarrkirche gesperrt ist.
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16. Dezember 2005 - Dipl. Ing. Franz Kurz
Gerade die Zeit vor Weihnachten führt uns doch ganz besonders die Sinnlosigkeit der Anhäufung weltlicher Güter und den besonderen Wert persönlicher Beziehung vor Augen.
Mein Leben war von Jugend an sehr vielseitig. Als Sohn einer Bergbauernfamilie bin ich in einer Großfamilie aufgewachsen. Mein Elternhaus auf dem Dürrnberg war der erste Pfarrhof von St. Peter und ist etwa 1000 Jahre alt. Ein Teil der Liegenschaft heißt noch heute „der Pfaffenbühl“. Auch eine Kultstätte der Kelten ist dort zu finden und für uns als Kinder war das Graben nach Scherben und ein Leben mit der Vergangenheit und der Kultur unserer Vorfahren etwas ganz selbstverständliches. Als ein fröhliches Kind hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Lernen und der Konzentration, hatte aber nahezu grenzenlose Phantasie und war allem Neuen gegenüber aufgeschlossen. Diese Neugierde ist mir bis zum heutigen Tag geblieben und ist auch der Grund dafür, dass Berufe sammeln zu meinem Hobby geworden ist.
Ein Mensch, der anderen Menschen gegenüber aufgeschlossen ist und der sich gerne freiwillig meldet, hat als gelernter Österreicher in kürzester Zeit eine ganze Sammlung von Mitgliedschaften in Vereinen. Da irgendwann das Bewusstsein Platz greift, nicht alles machen zu können, haben sich meine Vereinsmitgliedschaften von einem Höchststand von 12 Vereinen 1994 heute wieder auf 7 Vereine reduziert.
Ich halte es für besonders wichtig, dass Menschen für ihr Leben möglichst früh einen ganz persönlichen Sinn finden. Der Sinn meines Lebens scheint für mich zu sein, dass ich zumindest einen erheblichen Teil meiner Freizeit für andere Menschen verwende. Das Ziel meines Lebens ist im Sinne der Grundsätze der katholischen Kirche einerseits ein Leben nach dem Tod, andererseits etwas Bleibendes in den Herzen mir nahe stehender Menschen hinterlassen zu haben.
Gerade die Zeit vor Weihnachten führt uns doch ganz besonders die Sinnlosigkeit der Anhäufung weltlicher Güter und den besonderen Wert persönlicher Beziehung vor Augen. Auch zu einer Gemeinschaft zu gehören, wie der Pfarrgemeinde, der Familie, den Kollegen im Betrieb oder Vereinen, hat immer in schweren Zeiten besonderen Wert, ist uns aber wohl nie so bewusst wie gerade zu Weihnachten.
Und so will ich versuchen und lernen, in jeder Minute aufs Neue Frieden zu erleben und Frieden zu geben. Ein Mensch, der sich selbst nicht mag und mit sich selbst nicht in Einklang steht, wird auch von anderen Menschen keine Liebe und keinen Frieden erwarten können. Es ist mein großes Ziel, dass meine Umwelt meine Haltung und meinen Glauben an meinen Handlungen erkennt; für große Gesten habe ich persönlich eher weniger übrig.
In diesem Sinne möchte ich gerade kurz vor Weihnachten alle mir lieb gewordenen Menschen bitten, den Frieden in sich selbst zu suchen. Ich möchte sie bitten und auffordern, sich selbst zu mögen und die ganz persönlichen Ziele zu erfahren und zu erkämpfen. Mein Angebot steht, mich an meinen Zielen messen zu lassen und an Gewicht zuzulegen, wo sie mich für zu leicht befinden.
Gesegnete und friedvolle Weihnachten an alle, ungeachtet welchen Glaubens und welcher Stellung in unserer Gesellschaft; je schlechter es uns geht, umso größer sind die Möglichkeiten, dass es uns besser gehen wird!. Wir Menschen wachsen nur an unseren Herausforderungen – wir wollen sie gemeinsam annehmen. Liebe und Wissen wird mehr, wenn man es teilt!
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Autor / Quelle: Dipl. Ing. Franz Kurz, Direktor an der HTL-Hallein
Beitrag online bis 31.3.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (15.12.05 - 15.12.05 - ) / 1267 / 520
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