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Kaffee-Nachmittag mit Betreuung durch den Besuchsdienst



20. Dezember 2005 - Elfriede Zambelli

Frau Zambelli hat die Eigenschaft, nicht nur zu kritisieren, sondern zu fragen: Wie kann man helfen?

Der Besuchsdienst im Seniorenheim Hallein

Geboren 1942. War Verkäuferin und bis zur Pension bei den „3 Pagen“.
Sie beginnt mit Besuchen im „Pensionistenheim“, als eine Bekannte von ihr dort einzieht und von deren Verwandten keiner mehr Kontakt zu ihr hält. Sie bemerkt: Die Bewohner des Heims sind zwar bestens verpflegt und versorgt, aber für weitergehende, menschliche Zuwendung hat das Personal im Heim einfach zu wenig Zeit, zu wenig Möglichkeit. Frau Zambelli hat die Eigenschaft, nicht nur zu kritisieren, sondern zu fragen: Wie kann man helfen? Was kann man selbst tun, wenn es nötig ist? 2001 beginnt sie mit einer Gruppe den „Ehrenamtlichen Besuchsdienst im Seniorenheim“.

Die Gruppe besteht derzeit aus 16 Frauen. Sie besuchen die Heimbewohner, unterhalten sich mit ihnen, lesen ihnen vor, machen Spiele mit ihnen oder begleiten sie bzw. fahren sie mit dem Rollstuhl durch das Heim oder durch den Park. Jeden Mittwoch wird ein gemeinsamer „Kaffee-Nachmittag“ gestaltet: Alle Heimbewohner, die dabeisein möchten, treffen sich bei Kaffee und Kuchen im Speisesaal - Lieder werden gemeinsam gesungen, Musik gehört, manchmal kommt auch eine Klasse aus der Musikschule und spielt etwas vor. Für viele Heimbewohner, die nicht mehr gut zu Fuß sind und fast immer in ihrem Zimmer bleiben, ist es eine Gelegenheit, mit den anderen zusammenzutreffen. Auch im Bereich Gymnastik, körperliche und geistige Beweglichkeit wird im Heim manches unternommen.

Die Entscheidung, beim Besuchsdienst mitzutun, ist manchen anfangs nicht leicht gefallen. Selbst wenn man gerne hilfreich sein möchte, fragt man sich doch: Kann ich das überhaupt? Was mach ich, wenn es schwierig wird? Könnte ich nicht auch viele andere Sachen in meiner Freizeit tun? - Es ist wichtig, dass Elfriede Zambelli die Mithelferinnen im Besuchsdienst auch betreut: Sich mit ihnen bespricht, sie berät und verschiedene Möglichkeiten zeigt.

Im Besuchsdienst mitzumachen ist nicht schwer! Es ist schön, immer wieder zu Leuten gehen zu können, die sich freuen, wenn man kommt. Und man bekommt selbst viel zurück: Dankbarkeit, Freundschaft, Zuneigung - und die Gewissheit, etwas wirklich Sinnvolles und wahrhaft Menschliches zu tun.


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Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, Pastoralassistent

Beitrag online bis 31.3.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (19.12.05 - 19.12.05 - ) / 1273 / 362