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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Fest
 Gedanken zum Fest
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Mach seine Augen zu deinen Augen,
seinen Mund zu deinem Mund,
seine Ohren zu deinen Ohren,
sein Lächeln zu deinem Lächeln,
seine Hände zu deinen Händen,
sein Herz zu deinem Herz –
wenn du in jedem Mensch deinen Bruder, deine Schwester erkennst,
dann ist Gottes Sohn geboren.




Christus ist das unauslöschbare Licht Gottes, das seit Weihnachten die Welt erleuchtet. In ihm berührt Gott den Menschen, wie Christus bei der Heilung den Blindgeborenen, und öffnet ihm dabei die Augen. Christus kommt in der Heiligen Nacht, um den Menschen von der Augenbinde zu befreien, damit er das Licht sieht.

Joachim Kardinal Meisner

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Mach seine Augen zu deinen Augen,
seinen Mund zu deinem Mund,
seine Ohren zu deinen Ohren,
sein Lächeln zu deinem Lächeln,
seine Hände zu deinen Händen,
sein Herz zu deinem Herz –
wenn du in jedem Mensch deinen Bruder, deine Schwester erkennst,
dann ist Gottes Sohn geboren.




Christus ist das unauslöschbare Licht Gottes, das seit Weihnachten die Welt erleuchtet. In ihm berührt Gott den Menschen, wie Christus bei der Heilung den Blindgeborenen, und öffnet ihm dabei die Augen. Christus kommt in der Heiligen Nacht, um den Menschen von der Augenbinde zu befreien, damit er das Licht sieht.

Joachim Kardinal Meisner

Weihnachten 2005

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.

Im Anfang war das Wort – so beginnt die Schöpfungsgeschichte des Johannesevangeliums. Und das Wort ist Fleisch geworden – so beginnt Johannes ein paar Sätze später seine Weihnachtsgeschichte. Die Wirklichkeit Gottes ist das Wort, sagt Johannes, das heilende und mahnende Wort. Nichts ist ohne das Wort. Gott war und ist das Wort. In unseren Zeiten der maßlosen Worte sind das heilende Sätze. Durch seine kargen Worte will Johannes heilen, buchstäblich. Lasst die großen Worte. Lasst die vielen Worte. Lasst auch die verlogenen und heuchlerischen Worte. Gott ist das Wort. Das Wort kommt zur Welt. Jesus ist das Wort als Gestalt aus Fleisch und Blut. Seine Worte zeugen von Gott. Viel mehr brauchen wir nicht.

Es wird gut tun, Worte Jesu in Ruhe zu lesen und im Herzen zu bewegen. Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, sagt Jesus. Diese Worte geben mehr Leben als alle Politikerworte zusammen. Und kürzer sind sie auch. Die Worte tragen, wenn wir sie vertrauensvoll betreten wie eine Brücke über aufgewühlte Fluten. Hab Vertrauen, sagt Jesus. Gott lässt dich nicht fallen.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Becker

Beitrag online bis 23.1.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (22.12.05 - 29.12.05 - ) / 1279 / 208