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Claudia Steinwendtner, Andrea Crämmer und Joanna Paulus
Das Team bei der Veranstaltung in der "Alten Schmiede"
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24. Dezember 2005 - Das Haus Mirjam
Der tiefste Wunsch aller Mitarbeiterinnen im Haus Mirjam wäre natürlich, dass es keine Frauenhäuser mehr geben müsste - dass die Gewalt gegen Frauen aufhören würde.
Im Bundesland Salzburg gibt es derzeit drei Frauenhäuser: In Salzburg-Stadt, Saalfelden und in Hallein das „Haus Mirjam“. Sie bieten Hilfe und Unterstützung für Frauen und Kinder, die Gewalttätigkeit ausgesetzt und ausgeliefert sind und unterstützen die Betroffenen, so dass sie ihr Leben wieder in die Hand nehmen, neuordnen und weiterführen können.
Der tiefste Wunsch aller Mitarbeiterinnen im Haus Mirjam wäre natürlich, dass es keine Frauenhäuser mehr geben müsste - dass die Gewalt gegen Frauen aufhören würde. Doch jeder weiß, dass die Verhältnisse nicht so sind - dass im Gegenteil der Bedarf und die Notwendigkeit zunehmen. In zweiter Linie wünschen sich alle, dass der mühselige Kampf um den Fortbestand des Hauses Mirjam endlich aufhören und diese Probleme gelöst würden - nicht so sehr, weil sie sich nicht gerne dafür einsetzen, sondern weil die Zeit der vielen Verhandlungen und Bemühungen doch viel besser für ihre Klientinnen verwenden könnten.
Es stellen sich drei Mitarbeiterinnen aus drei Arbeitsbereichen im Haus Mirjam vor:
Joanna Paulus, geboren 1957, arbeitet in der Beratung, im Hausdienst und beim 24-Stunden-Nachtdienst mit. Sie arbeitet therapeutisch; ihre Vorgangsweise besteht darin „Hilfe zur Selbsthilfe“ anzubieten: Den Frauen, die Gewalt durch Partner oder Verwandte ausgesetzt sind, ihre Stärken bewusst zu machen und ihnen zu ermöglichen, ihre Konflikte zu lösen; ihre Probleme mit Geld, Wohnung, Arbeitsstelle, Kindern, Schule, Rechtsanwälten, Scheidung…in Angriff zu nehmen. Es ist ein langer, mühsamer Weg, und sie wünscht sich selbst und allen Frauen, den Status der Selbständigkeit und Selbstbestimmung zu erreichen oder ihm näherzukommen. Sie ist glücklich, dass das Haus Mirjam hier ansprechende Erfolge vorzuweisen hat.
Andrea Crämmer, geboren 1968, ist Sozialarbeiterin und „zuständig für alles, was man sich vorstellen und nicht vorstellen kann“: Sie unterstützt die Frauen darin, ihr Leben selbständig in die Hand zu nehmen. Sie arbeitet „gerne“ hier - auch wenn es nicht immer „Spaß“ macht: Den Frauen ein eigenständiges und gewaltfreies Leben zu ermöglichen, ist eine menschlich zutiefst erfüllende Aufgabe. Beziehungsarbeit mit Frauen, Wertschätzung und Selbstwertgefühl sind ihre Themen, sowie Kooperation mit Behörden und Ämtern. Sie ist dankbar für die Unterstützung und Akzeptanz durch die Bevölkerung.
Claudia Steinwendtner, geboren 1974, Ausbildung in Pädagogik. Arbeitet mit den Kindern, die mit den Frauen ins Haus Mirjam kommen und betreut sie. Es freut sie, dass sie genügend Möglichkeiten hat und viel Unterstützung erhält. An ihrer Arbeit schätzt sie den direkten und intensiven Kontakt mit den Menschen, eine Arbeit im Lehrberuf kann sie sich jetzt weniger vorstellen. -
Mancher möchte vermuten, im Haus Mirjam, wo doch Frauen vor gewalttätigen Männern Zuflucht suchen, herrsche eine niedergeschlagene, gedrückte, verbissene Stimmung. Weit gefehlt! Es walten Freundlichkeit, Aufmerksamkeit, Interesse aneinander, sicher wohl auch manchmal Streit, aber insgesamt die positive Grundstimmung: Es geht bergauf! Wir schaffen es! Eine Frau, die einmal hier ist, hat die Möglichkeit, ihr Leben in eine neue, bessere Zukunft zu lenken. Das Haus Mirjam ist aus Hallein nicht mehr wegzudenken. Die Pfarre ist stolz darauf, hier einen Beitrag geleistet zu haben und weiter leisten zu dürfen. Alles Gute und Gottes Segen auf diesem Weg!
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Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, Pastoralassistent
Beitrag online bis 31.3.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (23.12.05 - 23.12.05 - ) / 1281 / 405
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