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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
Diese Seite als Druckausgabe


Die Taufe Christi schmückt die Tür des Baptisteriums San Giovanni in Florenz. Ein schönes Symbol. Denn die Taufe ist wie eine Tür: Eingang in die Liebe Gottes, in seine Gemeinschaft und in seinen Segen.




Möge das Wasser, das du trinkst, dich daran erinnern, dass auch deine Seele dürstet.

Irischer Segenswunsch

8. Jänner 2006 - Taufe des Herrn

Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

Jesus reiht sich ein bei den Sündern. Für den Evangelisten Markus scheint das gar nicht so ein Problem zu sein wie für die späteren Theologen: Jesus, der Sündenlose, lässt sich taufen zur Vergebung der Sünden. Er steht in einer langen Reihe – am Jordan und durch die Geschichte hindurch: die Einwohner Jerusalems vor ihm, Millionen von Christen in aller Welt nach ihm. Markus eröffnet sein Evangelium mit der Szene am Jordan und macht damit deutlich: Hier beginnt Jesu Geschichte mit Gott. Gottes Sohn, unser Bruder, ist auch in der Taufe einer von uns geworden.

Wenn wir unsere Kinder über das Taufbecken halten oder wenn wir uns mit geweihtem Wasser bekreuzigen in Erinnerung an unseren eigenen Neuanfang mit Gott – dann gilt auch uns die Zusage Gottes, die Jesus hört: „Du bist mein geliebter Sohn/meine geliebte Tochter, an dir habe ich Wohlgefallen.“ Wichtigeres kann uns niemand sagen.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Christina Bramkamp

Beitrag online bis 6.2.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (5.1.06 - 12.01.06 - ) / 1287 / 336