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Das Rohmaterial aus dem Steinbruch wartet auf die Bearbeitung (oben). Mit einer Gattersäge werden die Platten aus dem Rohmaterial herausgeschnitten (unten).
Die imposante Werkshalle (oben). Nach dem Besprengen mit Wasser verrät die neue Altarplatte ihr künftiges Aussehen (unten).
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Vom Fels zur Altarplatte
Um aus gewachsenem Felsen einen Altar oder wunderschöne Bodenplatten werden zu lassen, ist viel an schwerer und gekonnter Arbeit notwendig.
Die alten Bodenplatten werden soweit wie möglich wieder verwendet; Restaurator Erich Reichel hat sie zur Bearbeitung übernommen. Aber sehr viele davon sind zerbrochen oder wären nur mit unvertretbarem Aufwand zu restaurieren. Die Fa. Kiefer stellt die benötigten neuen Bodenplatten her und hat bereits einen großen Teil davon angefertigt. Auch der neue Altar und die Verkleidung der Altar-Plattform werden von der Fa. Kiefer hergestellt.
Die Steinblöcke werden von Gattersägen zu Platten geschnitten. Anders als in der Holzindustrie, wo die Sägen senkrecht auf und nieder schneiden, arbeiten die Steinsägen horizontal. Ein langwieriger Prozess: In einer Stunde schneidet die Säge etwa 10 cm tief. Zwei Arbeitsschichten braucht es, um eine Platte aus den Steinblöcken zu sägen.
Die Platten werden anschließend in die benötigte Größe zugeschnitten – oder richtiger gesagt: „gefräßt“, wie ich belehrt wurde. Die übrig bleibenden Abschnitte können an den Rändern verlegt werden.
Auch der neue Altar und die Verkleidung der Altar-Stufen und des Podestes wird von der Fa. Kiefer hergestellt. Die Stufen-Platten sind bereits fertig und bereit zum Abtransport. An der Wand hängt der Plan: Jede Platte muß exakt die richtige Form und Größe aufweisen. Die Altarplatte wird vom Betriebsleiter mit Wasser begossen, damit die echte schöne hellrosa Färbung des Untersberger Marmors zur Geltung kommt.
Auf den Fotos wirkt die Werkhalle sehr schön, interessant und fotogen. Was das Bild nicht vermitteln kann, ist das stetige, laute und kreischende Geräusch der Steinsägen und –Fräßen. Die Arbeit der Steinmetzen gehört unstreitig zur „Schwerarbeit“. Wir danken für die saubere Arbeit und freuen uns, dass die Fa. Kiefer es als Ehre und Freude betrachtet, für die Halleiner Kirche diese Arbeit leisten zu können.
Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, Pastoralassistent
Beitrag online bis 31.12.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (20.1.06 - 21.02.06 - ) / 1305 / 738
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