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1000 Platten können saniert werden
Die Erneuerung der Marmor-Bodenplatten in der Stadtpfarrkirche ist eines der großen Vorhaben dieser Kirchenrenovierung.
Mit der Fa. Reichl hat ein Unternehmen diesen Auftrag erhalten, das einen ausgezeichneten Ruf im Bereich der Kirchen- und Steinrestauration besitzt und auch eine Werkstätte in Hallein unterhält (Gamperstraße Süd 5).
Über die vorhergegangenen Arbeitsschritte wurde bereits berichtet: Die genaue Vermessung, Begutachtung und Nummerierung der bestehenden Platten, sowie den Abtransport zur Restaurierung. Festgelegt wurde Anfang August 2005, dass die bestehenden Platten soweit wie möglich erneuert und anschließend wieder an die vorherige Stelle verlegt werden sollten. Bei der Entfernung der Platten stellte sich heraus, dass viele nicht zu retten waren: einige sind förmlich zerbröselt und wären nicht mehr mit vertretbarem Aufwand wiederherzustellen gewesen.
Die Arbeit des Steinrestaurators ist ähnlich der Vorgangsweise eines Zahnarztes: Fehlerhafte Stellen werden ausgefräßt, sodann durch genau zugeschnittene Marmorplatten ergänzt („Inlay-Technik“). Die Inlays werden danach mit Kunstharz eingefügt. Das Hart- und Festwerden der Inlays muss schliesslich abgewartet werden, bevor die Steinplatten weiter bearbeitet werden können.
Über die Anfertigung der nötigen neuen Platten durch die Fa. Marmor-Kiefer in Oberalm wurde vor kurzem berichtet. Das Verhältnis sieht so aus: Von den ca. 3000 Bodenplatten in der Kirche werden ca. 1000 alte restauriert und wieder verwendet; 2000 neue werden von der Fa. Kiefer geliefert.
Die Fa. Reichl bearbeitet auch die Steinplatten, die von der Fa. Marmor-Kiefer neu hergestellt wurden und bereitet sie vor für die Verlegung. Die neuen Marmorplatten werden bearbeitet, und damit an die bestehenden alten Platten etwas angeglichen (z. B. werden die Kanten gebrochen).
Mit der Verlegung der Platten in der Kirche könnte in etwa 2 Wochen begonnen werden. Voraussetzung ist, dass bis dahin die neue Heizung in der Kirche zum Teil fertiggestellt und in Betrieb genommen werden kann, denn die Platten sollen in einem Kalkmörtel-Bett verlegt werden, und das wäre bei den derzeit herrschenden tiefen Temperaturen nicht möglich.
Mehr über die Firma Erich Reichl.
Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, Pastoralassistent
Beitrag online bis 31.12.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (29.1.06 - 20.02.06 - ) / 1311 / 563
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