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...und immer wieder bricht das Leben durch
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Gedanken zur Fasten- und Osterzeit
von unserem Koop. Josef Pletzer
Und nach einem Jahr...
Wenn ich im Pfarrhof bei Tisch sitze und zum Fenster blicke sehe ich eine Orchidee. Es blühen schon sechs Blüten. Der Pfarrer hat mir gesagt, dass es ein Jahr her ist, seid sie das letzte mal geblüht hat. Und sie blüht lange diese Orchidee. Monate lang!
...wieder erneut...
Viele Kooperatoren haben schon mit Euch Ostern gefeiert und Euch in der Fastenzeit – österlichen Bußzeit – begleitet. Nun ist das meine schöne Aufgabe. Gemeinsam bereiten wir uns wieder auf das große Fest vor. 40 Tage lang, kein Gloria, kein Halleluja! Es ist so wie mit der Orchidee, sie sammelt Kraft in einer Zeit, wo man ihr ihre Pracht gar nicht ansieht, damit sie wieder ganz zur Blüte kommen kann. So kehren wir auch bei uns ein, erkennen möglicherweise, dass ein Umkehren notwendig ist, und damit ein Hinkehren zu IHM.
...den Blick schärfen...
Beim gemeinsamen Beten der Laudes in der Peterskapelle höre ich am frühen Morgen schon die Vögel zwitschern! Es kommen Gedanken über die Vogelgrippe – aber eigentlich künden die Vögel den Frühling an. Durch die Berichterstattung und unsere momentanen Erfahrungen sehen wir zuerst nicht mehr die frohe Botschaft, die diese Vögel verkünden, sondern die Gefahr. Wie ist das mit dem Glauben – sehen wir noch die große Freude, die uns geschenkt wird, oder hindert uns etwas, die Frohbotschaft zu erkennen?
...auf das Wesentliche konzentrieren...
Österliche Bußzeit – Fastenzeit – wozu eigentlich? Die einen fasten, um ein paar Kilos loszuwerden, die anderen sind froh, dass die Faschingszeit vorbei ist, da es ruhiger wird, wieder andere bleiben drinnen im lustigen, wilden Treiben – nur nicht ruhig werden, nur nicht in mich gehen – ich könnte ja mir und Gott begegnen! Diese Zeit ist eine Chance!
...und Konkretes in Angriff nehmen...
Nützen wir die Chance dieser 40 Tage – es ist eine Zeit der Vorbereitung hin auf Ostern, auf das große Fest der Auferstehung unseres Herrn! Das größte Wunder überhaupt! So wie die Orchidee die Blüten sehr lange trägt, soll unser Leben getragen werden von der Frohbotschaft unserer Erlösung! Doch wie vorbereiten? Hier einige Ideen:
1.) Es gibt die Aktion Autofasten – einen Tag nicht mit dem Auto unterwegs sein – man begegnet wieder neuen Menschen, wenn man die üblichen Wege zu Fuß oder mit dem Bus beschreitet 2.) Fasten an Süßigkeiten, Alkohol, Zigaretten,... Das Ersparte könnte man Hilfsprojekten zur Verfügung stellen – z.B.: der Aktion „Diakon“ 3.) Jeden Tag fünf Minuten Zeit nehmen für mich – den Tag Revue passieren lassen und dankbar dem Herrn zurücklegen 4.) Bewusst Werke der Barmherzigkeit in Angriff nehmen z.B.: Kranke besuchen, Unwissende belehren, Zweifelnde beraten, Trauernde trösten, beleidigenden Menschen verzeihen, Unangenehme ertragen,...
Es sind Ideen, die ich Euch weitergeben möchte! Wenn jeder eine Sache in Angriff nimmt, dann bin ich mir sicher, wird in Neualm das Reich Gottes noch mehr spürbar. Zu Ostern können wir dann noch intensiver einander zurufen:
Christus ist auferstanden! ER ist wahrhaft auferstanden!
Autor / Quelle: Koop.Josef Pletzer
Beitrag online bis 20.4.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (9.3.06 - 20.04.06 - ) / 1377 / 192
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