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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
 Gedanken zum Sonntag
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Ganzheitlich

Zu zweit sendet Jesus die Jünger:
Einer ist es, der redet und einer der zuhört,
einer, der ruht und einer, der heilt,
einer, der nimmt und einer, der gibt.
Die Frohe Botschaft verlangt immer beides.
Einseitig könnte sie nicht überzeugen.




Nichts soll dich bedrücken, nichts soll dich ängstigen. Die Liebe wird deine Schritte beschleunigen. Gott allein genügt.

Teresia von Avila

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Ganzheitlich

Zu zweit sendet Jesus die Jünger:
Einer ist es, der redet und einer der zuhört,
einer, der ruht und einer, der heilt,
einer, der nimmt und einer, der gibt.
Die Frohe Botschaft verlangt immer beides.
Einseitig könnte sie nicht überzeugen.




Nichts soll dich bedrücken, nichts soll dich ängstigen. Die Liebe wird deine Schritte beschleunigen. Gott allein genügt.

Teresia von Avila

16. Juli 2006 - 15. Sonntag im Jahreskreis

In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen.

„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.“ Dieses Wort aus dem Alten Testament ist zwar in einen ganz anderen Zusammenhang hinein gesprochen, aber es spielt – indirekt – auch im heutigen Sonntagsevangelium eine wichtige Rolle. Jesus schickt seine Jünger zu zweit aus; er macht sozusagen mit ihnen Probedurchgänge für ihr späteres Wirken, wenn sie dann – nach Jesu Tod und Auferstehung – die Botschaft Gottes in Wort und Tat verkünden werden. Jesus nimmt die Jünger gewissermaßen in die Lehre, und es ist ja auch keine Kleinigkeit, wozu er sie ausbildet.

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, wenn er in Gottes Namen auftritt und zu Umkehr, zu Heilung und zu neuem Leben einlädt. – Wenn er sich von Jesus auf den Weg schicken lässt, nur mit Sandalen bekleidet, also ohne viel Schutz; ohne Brot und ohne zweites Hemd, also ohne Sicherheiten und Reserven. Jesus mutet seinen Jüngern und Jüngerinnen einiges zu. Eigentlich ist es ungeheuerlich, wie angewiesen und schutzbedürftig er sie entlässt. Und doch – Menschen, die vieles zurückgelassen haben und sich in Gottes Namen auf den Weg gemacht haben, sind bedürftige und freie Menschen zugleich.

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Es ist nicht gut, dass er zum erbitterten, autonomieverliebten Einzelkämpfer wird, und es ist nicht gut, wenn er sich nicht von einem anderen in einen größeren Dienst nehmen und senden lässt. Was ist dann gut? – Wenn wir Menschen spüren und glauben, dass wir eine Sendung, eine Mission in unserem Leben haben, die uns Gott zugedacht hat. Wenn wir dadurch freie und heilende Menschen werden. Und wenn wir dabei Weggefährten und -gefährtinnen haben.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Christine Rod

Beitrag online bis 13.8.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (13.7.06 - 20.07.06 - ) / 1468 / 204