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Die Schafe kennen zwar meine Stimme, aber ich glaube, die würden hinter jedem herziehen, wenn sie hungrig sind. Schafe sind einfältig.
Arnold Runte, Schäfer
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4. Sonntag der Osterzeit
19.04.2002: Er geht ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen.
Eigentlich klingt es doch ganz einleuchtend, das Gleichnis vom guten Hirten, dessen Stimme die Schafe sofort erkennen, auf die sie hören und der sie vertrauen. Dennoch, so lesen wir ein paar Zeilen weiter, verstand die Zuhörerschaft den Sinn nicht. Woran liegt das? Wieso stimmt zwischen Hirt und Schafen die Kommunikation – zwischen Jesus und den Menschen aber nicht? Vielleicht liegt es an einem Problem, das uns auch in der heutigen Kommunikationsgesellschaft schwer zu schaffen macht: Öfter als uns lieb ist werden wir von Stimmen und Botschaften überflutet. Leider stellt sich manch vollmundige Ansprache bei näherem Hinhören als leere Worthülse heraus. Manche wohlklingende Rede entpuppt sich im Nachhinein als geschwätziges Gerede ohne wertvollen Inhalt. Solche Stimmen können wir ohne weiteres mit Dieben vergleichen, die nur unsere Aufmerksamkeit und unsere Zeit stehlen. Von diesen Räubern können wir uns nur befreien, wenn wir aufmerksam hinhören und lernen, nur bei dem ganz Ohr zu sein, was für unser Leben wirklich wichtig und wertvoll ist. Jesus lädt uns heute ein, auf seine Stimme zu hören. Denn bei ihm „stimmt“ einfach alles: Botschaft und Leben. Wenn wir auf ihn hören und ihm vertrauen, dann kommt Leben in unser Leben – Leben in Fülle.
Autor / Quelle: Peter Schott
Beitrag online bis 25.4.2002 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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