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 © Helmut Meisl

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Die Bemalung der Kirchenbänke

An der Einfahrt nach Bürmoos standen Ende September eine Menge Kirchenbank-Türln aus Hallein vor einer Werkstatt zum Trocknen: Die Restaurations-Malerei Mang in Bürmoos hat den Auftrag zur Restaurierung der Malerei der Kirchenbänke erhalten.

Derzeit sind die Türln in Arbeit. Die Bänke und Türln werden von der Tischlerei Gansger in Scheffau zu Mang nach Bürmoos geliefert, um dort bemalt zu werden.
Die Bänke bestehen aus schierem Fichtenholz. Die Toggen (=Seitenteile) und Türen waren ursprünglich in einer Art bemalt gewesen, die den Eindruck von hochwertigem Holz (etwa Nussbaum) und eingefügten Intarsien (= Einlegearbeiten) vermittelte. Später waren die Bänke in den uns seit jeher bekannten Brauntönen übermalt worden.
Die möglichen Vorgangsweisen bei der Renovierung der Bankbemalung:
  • Eine Neufassung als dritte Schicht über die zwei bestehenden, im Stil näher dem Original oder näher der zweiten Bemalung,
  • Oder Entfernung der Übermalung und Restaurierung der originalen Fassung.
    Restaurator Mang hat den Auftrag erhalten, weil sein Angebot die Rückführung zur Original-Bemalung enthielt und kostenmäßig nicht über einer Neufassung lag, somit den Wünschen des Denkmalschutzes vollkommen entsprach.

    Das Ablaugen der Übermalungen auf den Türln und Toggen erfolgt mit Natrium-Bikarbonat. Dabei wird keine „grausliche Chemie“ wie Nitro-Verdünnung o. ä. verwendet, sondern eine Substanz, wie sie bei der Salzgewinnung anfällt. Die Firma hat die Berechtigung, solche Chemikalien zu verwenden und auch einen Bottich langsam in den Kanal zu entsorgen. Jedoch soll von der Originalbemalung noch möglichst viel bestehen bleiben.

    Nach dem Trocknen (beim Ablaugen wird eine Menge Wasser verbraucht) werden die Türln vom Restaurator im alten Stil wiederbemalt. Jeden Tag werden mehrere fertiggestellt. Die Malerei erweckt den Eindruck von verschiedenen Holzarten, die in den Türln zusammengefügt werden.




    Autor / Quelle: Wilfried Kaaser - Pastoralassistent

    Beitrag online bis 31.12.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
    P 5 (8.10.06 - 22.10.06 - 61009) / 1550 / 518