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7. Dezember 2006 - Sr. Irmengard Wind: Krankenhaus-Seelsorge
1961 tritt sie bei den Halleiner Schulschwestern ein, und beginnt dort neben der Ausbildung zur Klosterschwester eine Ausbildung als Krankenschwester am LKH Salzburg. Ihr Ordensname wird „Irmengard“.
Anna Wind wird 1939 in Unternberg / Lungau in einer Bauernfamilie geboren. Sie war schon früh kirchlich engagiert und Dekanats-Jugendleiterin im Lungau. 1961 tritt sie bei den Halleiner Schulschwestern ein, und beginnt dort neben der Ausbildung zur Klosterschwester eine Ausbildung als Krankenschwester am LKH Salzburg. Ihr Ordensname wird „Irmengard“. Ihre erste Stelle tritt sie 1965 im Krankenhaus Hallein an: Damals noch im alten Krankenhaus in der Ferchlstraße oberhalb der Kirche, wo heute die Volkshochschule untergebracht ist. Damals arbeiten noch geistliche Schwestern im Krankenhaus. Es war kein leichtes Leben und Arbeiten in diesem alten Gebäude, aber die junge, engagierte Schwester macht es gern und wird als „Springerin“ auf allen Stationen eingesetzt. Sie kümmert sich um die Leute und sorgt sich um ihr leibliches und seelisches Wohlbefinden. 1976/77 macht sie ein Jahr Sonderausbildung in Wien und kommt dann an das Krankenhaus Tamsweg, wo sie Oberin und Leiterin des Pflegedienstes wird. Sie ist bestrebt, dass die Patienten bestmöglich betreut werden und dass beim Personal ein gutes Arbeitsklima und Miteinander besteht. In dieser Zeit erreicht das Krankenhaus Tamsweg einen Spitzenplatz in einer österreichweiten Befragung zur Patienten-Zufriedenheit. 1993 tritt sie von ihrer leitenden Position zurück und arbeitet 5 Jahre im Altersheim Altenmarkt. 1998 wechselt sie in das Seniorenheim Schloss Kahlsperg in Oberalm/Hallein und arbeitet hier als diplomierte Krankenschwester. In Hallein hat sich inzwischen am Krankenhaus viel geändert: Das neue Krankenhaus wurde errichtet, die geistlichen Schwestern leiten hier noch Stationen, werden dann aber aus Mangel an Schwestern abgezogen. 1998 ergehen Wunsch und Bitte von Pfarre und Krankenhaus an den Orden, dass eine Schwester die Betreuung der Kapelle und die Krankenhaus-Seelsorge übernehmen möge. Sr. Irmengard übernimmt diese Aufgabe. Sie ist dafür wohlvorbereitet: Sie hat theologische Kurse besucht, Liturgie war ihr immer ein Anliegen, sie hat einen Heimvorteil im Krankenhaus als ehemalige Krankenschwester und das „Leib-seelische Wohlbefinden“ der Patienten war ihr immer ein Anliegen. Sie kann hier den Menschen beistehen, sie begleiten im Leid, sie macht auch Sterbebegleitung. Nach dem Spruch des Papstes „Der gläubige Mensch ist nie allein, er hat Hoffnung!“ versucht sie, Trost, Hoffnung und Freude zu bringen, den Glauben an die Auferstehung. Sie hat sich immer erhofft, dass möglichst viele Menschen gläubig sein können, dann wäre die Welt schöner und friedlicher. Es ist eine gute Aufgabe für Ordensschwestern, und die Patienten sind ihr dankbar. Es freut sie, dass die Krankenhaus-Seelsorge in Hallein gut dasteht und auch von der Leitung sehr unterstützt wird. Ein Anliegen ist ihr, dass auch das Krankenhaus-Personal betreut und einbezogen wird. Sie war ihr Leben lang gern Klosterfrau und Krankenschwester und wünscht sich sehr, dass auch andere diesen Weg einschlagen möchten. Sie denkt: „Krankenschwestern gibt es genug - die Patienten werden hier bestens versorgt. Aber wer macht Seelsorge?“
Autor / Quelle: Wilfried Kaaser - Pastoralassistent
Beitrag online bis 6.12.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (6.12.06 - 06.12.06 - ) / 1604 / 351
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