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 © Helmut Meisl

 Adventkalender
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8. Dezember 2006 - Monika, Judith, Christina 5. Jahrgang HLMB - Design und Marketing

Am Pfarrhof Hallein wandern häufig die Mädchen der Modeschule vorbei. Vorige Woche war an dieser Schule „Tag der offenen Tür“, so nutzen wir diese Gelegenheit, um einige Schülerinnen zu befragen: Was sind eure Hoffnungen, Erwartungen, Wünsche?

Monika möchte besonders jetzt im Advent, aber auch im Allgemeinen, gegen die Schnelllebigkeit und Oberflächlichkeit unserer Zeit angehen: Ihr ist wichtig, sich bewusst Zeit zu nehmen und diese zu nutzen für die Familie, für die Schule, für die Freunde. Sie hat vor, nach Australien zu gehen, fremde Sprachen, fremde Kulturen kennenzulernen. Ihr ist es ein Anliegen, überall mitreden zu wollen, und damit das auch gut gelingt, ist sie immer auf der Suche nach Informationen und Eindrücken.

Judith möchte später im Tourismus-Management arbeiten - es ist ihr wichtig, einen Beruf zu haben, den man nicht einfach als Job sieht, sondern als etwas, das einem Freude bereitet und das Leben erfüllt.

Christina betont, dass es ihr wichtig ist, im Advent Ruhe zu finden, Zeit für die Familie und die Freunde, Zeit zum Nachdenken. Ruhe finden gegen den Stress!

Alle sind gerne an der Schule und finden sie richtig gut, die Lehrer, den Unterricht, auch die Mitschülerinnen. Man steht naturgemäß nicht mit allen in engem Kontakt. Aber manchen ist öfter schon aufgefallen, dass andere, mit denen man vielleicht weniger zu tun hat, richtig interessant werden, wenn man sie näher kennenlernt.

Der Religionsunterricht wird gelobt, weil viele Themen zur Sprache kommen, die das Leben und die Interessen der Schülerinnen berühren. Alle bemerken, dass das traditionelle religiöse Leben mit Kirche-gehen und Beten in den Hintergrund tritt, ihnen wenig gibt und in Frage gestellt wird. Die Gemeinden sind wohl nett und familiär, man arbeitet auch bei Aktionen gerne mit, aber das genügt noch nicht, um sonntags wirklich hingehen zu wollen. Man verliert den Bezug zur Kirche und zum religiösen Bereich und denkt immer weniger daran.

Danke für die Offenheit und Freundlichkeit, mit der ihr uns ein wenig in euer Inneres habt blicken lassen!





Autor / Quelle: Wilfried Kaaser - Pastoralassistent

Beitrag online bis 7.12.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (7.12.06 - 07.12.06 - ) / 1605 / 353