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12. Dezember 2006 - Josef und Maria Tschematschar
Wie gut, dass es das Buffet im Krankenhaus gibt und seine Inhaber! Wie gut tut der Kaffee, wenn man sich müde und ausgelaugt fühlt, und wie gut tun ein paar freundliche Worte und der Blick in freundliche Gesichter!
Josef ist 1949 in Hallein geboren. Die Mutter war sozial engagiert und in der Stadtpolitik aktiv. Er lernt Konditor, 1971 die Meisterprüfung, arbeitet im In- und Ausland. Seit 1973 übernimmt er das Krankenhaus-Buffet. Aus einer frühen Ehe gibt es zwei erwachsene Kinder.
Seit 1978 ist er verheiratet mit Maria, geboren 1951 im Pongau. Sie war Verkäuferin, später im Krankenhaus Zell/See Stationsgehilfin und besucht dann einen OP-Kurs im LKH Salzburg. Sie arbeitet 3 Jahre in St. Johann und seit 1973 im Halleiner Krankenhaus. Seit 1976 führen sie gemeinsam das Krankenhaus-Buffet. Sie haben einen Sohn.
Josef Tschematschar war schon immer sozial engagiert und ist seit 40 Jahren bei der Feuerwehr. Seit 2½ Jahren ist er Gemeindevertreter und arbeitet u. a. im Sozialausschuss. Es ist ihm ein großes Anliegen, Menschen in Not zu unterstützen, und er ist gerne bereit zu helfen, wo er kann, allerdings „weniger diejenigen, die im Stadtpark sitzen, sich antrinken und dann nichts mehr zum Leben haben.“ Sozialer Friede, Gerechtigkeit, Ausgleich zwischen Arm und Reich wären seine Wünsche. Er hofft auf zusätzliche Arbeitsplätze, damit würden viele ihr Leben ohne Unterstützung selbst meistern können.
Ihn selber freut seine Arbeit und er betrachtet sie auch als Möglichkeit, den anderen das Leben zu erleichtern: „dass es den Leuten gut geht - oder besser!“ Seine Devise ist: „Jedem sein Ohr zu leihen, aber zurückhaltend zu sein mit Ratschlägen - wenn die Leute sich nur ausreden können, finden sie oft selbst die beste Lösung für ihre Probleme.“ So wird für ihn „jeder Tag ein Lerntag!“
Maria Tschematschar arbeitet ehrenamtlich bei manchen Aktivitäten mit. Als gelernte Stationsgehilfin kann sie bei der Arbeit im Buffet immer wieder mit Patienten sprechen und ihnen einfach durch ihr Zuhören helfen. Sie ist sehr froh über das Vertrauen und dass alle das Gefühl haben: „Das bleibt unter uns, da wird nichts nach außen getragen!“
Die Tschematschars denken gut über die Kirche, besonders auch über die Krankenhaus-Seelsorge. Sie wünschen sich, dass die Halleiner heuer ihre Pfarre besonders für die Kirchenrenovierung unterstützen möchten: „Das ist ein wirklich gelungenes Werk - es wäre schön, wenn jeder Halleiner hier einen Beitrag für seine Pfarrkirche leisten könnte!“
Autor / Quelle: Wilfried Kaaser - Pastoralassistent
Beitrag online bis 11.12.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (11.12.06 - 11.12.06 - ) / 1613 / 368
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