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16. Dezember 2006 - Fred, Philipp, Peter von der "HAI"
Die Halleiner Arbeitsinitiative "HAI" besteht seit über 20 Jahren. Das Ziel ist, Langzeitarbeitslosen wieder ein befristetes Dienstverhältnis anzubieten, in dem sie auch neue Qualifizierung erwerben können und persönlich betreut werden, um dann am Arbeitsmarkt wieder eine Anstellung finden zu können.
Etwa 16 Personen arbeiten hier im Schnitt, im Lauf eines Jahres betreut die HAI etwa 35 Personen.
Fred * 1964 in der Steiermark, war Forstarbeiter. Kam nach Hallein und hat hier bei verschiedenen Firmen als Hilfsarbeiter gearbeitet, ist aber schon länger ohne Job. In der HAI ist er seit Juni. Er wünscht sich „Gesundheit, Arbeit, und ein geregeltes Leben.“ Er ist besorgt, dass er nur schwer Arbeit finden wird, da er aus gesundheitlichen Gründen nichts Schweres heben kann, ihm aber auch ein Bürojob nicht liegt.
Philip * 1983, hat Betriebsschlosser gelernt, war auch fix angestellt, hat dann das Dienstverhältnis aus persönlichen Schwierigkeiten aufgelöst und tut sich seitdem schwer, wieder eine Anstellung zu finden. Er ist erst seit 3 Wochen in der HAI. Er hofft, eine Stellung zu finden und seine Schulden abbauen zu können, so dass er sein Leben wieder so einrichten kann, dass er „frei und unabhängig von gesellschaftlichen Zwängen“ leben kann.
Peter * 1973 kommt aus Wien. Er war 5 Jahre im Gymnasium, hat dann die Lehre als Einzelhandelskaufmann gemacht und ein „exzessives“ Leben geführt. Seit 2 Jahren ist er in Salzburg, er wollte sich von seinen alten Beziehungen lösen, aber es ist schwer, hier einen Job zu finden. Seit März ist er in der HAI. Auch er betont, wie wichtig es ihm ist, sein Leben nach seiner eigenen Vorstellung führen zu können: „Tun und lassen können, was ich will, nicht mit der Masse mitgehen, sich nicht immer anpassen.“
Mag. Christian Mang arbeitet in der HAI als Personalentwickler: Er begleitet die HAI-Leute in ihrer Zeit und ist ihnen behilflich, nicht nur beruflich, sondern auch persönlich wieder Fuß zu fassen. Es gibt eine respektable Zahl von gelungenen Wiedereinstiegen in das Arbeitsleben. Diese Hoffnung bewegt jeden in der HAI, und dahinter steht wohl bei jedem der Wunsch nach einem Leben, in dem man für sich selbst sorgen, und das man nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten kann.
Autor / Quelle: Wilfried Kaaser - Pastoralassistent
Beitrag online bis 15.12.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (15.12.06 - 15.12.06 - ) / 1620 / 388
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