Sakramente
Aktuelles
Arbeitskreise
Haus Mirjam
Wir in der EINEN Welt
Kinder und Jugend
Die Stadtpfarrkirche
Kirchenrenovierung
Pfarrblatt online
Presse und Gedrucktes
Termine Stadtpfarre
Impressum
   
Aktuelles
Termine
Kontakt
   
Aktuelles
Termine
   
Aktuelle Informationen
Termine evangelisch
Evang. Pressedienst
Kontakt
   
Aktuelles Programm
   
Die Halleiner Kirchenmaus
Gedanken
   
Internet-Links
Gästebuch
Alle Termine
   
Fastenaktion ab 2002
Adventkalender
bibelfest 2002
Archiv 2012
Archiv 2011
Archiv 2010
Archiv 2009
Archiv 2008
Archiv 2007
Archiv 2006
Archiv 2005
Archiv 2004
Archiv 2003
Archiv 2002
Archiv Pfarrblatt
   



Beiträge warten
(gesperrter Bereich)



 © Helmut Meisl

 Adventkalender
Diese Seite als Druckausgabe







17. Dezember 2006 - Evang. Pfarrer Dr. Peter Gabriel

Wie kommt ein Norddeutscher nach Hallein? Wie lebt, was beschäftigt einen evangelischen Pfarrer? Wie geht es dem Neuen bei uns?

Seit dem 1. September 2006 wirke und arbeite ich als evangelischer Pfarrer in Hallein. Ca. 1.800 Evangelische im ganzen Tennengau sind mir anvertraut, damit ich sie in schönen und auch schwierigen Lebensabschnitten begleite, ihnen Gottes gute und befreiende Botschaft weitersage und mit ihnen gemeinsam im Vertrauen auf Gottes Führung und Gnade lebe.

Und obwohl es erst knapp 4 Monate sind, fühle ich mich hier schon sehr wohl und heimisch. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass die Menschen in der Pfarrgemeinde, aber auch in der Ökumene sowie aus anderen Institutionen mich sehr freundlich und mit offenen Armen aufgenommen haben. Immer wieder höre ich: „Wie schön, dass du, dass ihr da seid!“ Das tut mir gut und bewirkt in der Gemeinde eine sehr positive und familiäre Stimmung.

Und auch ich bin froh, in einer Gemeinde zu arbeiten, wo so guter Grund gelegt ist, wo es schon so viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, mit denen gemeinsam wir ein Stück „Leib Christi“ bilden, ein Stück „Reich Gottes“ vorab bilden können.

Ich bin nicht alleine in das schöne Pfarrhaus neben der Kirche eingezogen – und das ist auch gut so. Einerseits weil die Arbeit in Gemeinde, Kirche und Pfarrhaus alleine kaum zu bewältigen wäre. Zum anderen, weil ich sehr froh bin über meine nun schon 15-jährige Partnerschaft mit Mag. Peter Pröglhöf, der ebenfalls Pfarrer ist und sich als Fachinspektor um den evangelischen Religionsunterricht in Salzburg, Tirol und Vorarlberg kümmert. Und daneben als „Pfarrmann“ etliche Aufgaben übernommen hat, u. a. die Leitung unseres neuen Singkreises.
Er ist auch „schuld“ daran, dass es mich überhaupt nach Österreich verschlagen hat. Gebürtig bin ich aus Delmenhorst, einer Industriestadt bei Bremen, wo ich vor 43 Jahren das Licht der Welt erblickte. Der Konfirmandenunterricht begeisterte mich für die Sache Jesu und die nachfolgende Mitarbeit in meiner Heimatpfarrgemeinde ließ in mir den Wunsch reifen, Theologie zu studieren und Pfarrer zu werden.

Als ich Peter Pröglhöf kennen lernte, arbeitete ich an der Universität Göttingen und schrieb eine kirchengeschichtliche Doktorarbeit über das evangelische Bischofsamt in der Reformationszeit. Um gemeinsam leben zu können, ging ich nach einem Vikariatsjahr in einem norddeutschen Dorf als Gastvikar nach Saalfelden und bewarb mich dann auf eine Schulpfarrstelle in Salzburg-Taxham. In den 10 Jahren dort wuchs ich immer mehr in die Gemeindearbeit hinein. Doch erst hier in Hallein ist mein Traum wirklich geworden: als Gemeindepfarrer im Pfarrhaus neben der Kirche eine Gemeinde zu leiten und mit ihren Mitgliedern gemeinsam auf dem Weg zu sein.

Für die kommenden Jahre haben die Gemeindevertretung und ich viele Ideen, die wir gerne in unserer Gemeinde neben dem schon Bestehenden verwirklichen möchten. Ein Schwerpunkt soll die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien sein. Und so wird es im neuen Jahr wieder regelmäßig Kindergottesdienst geben und dazu einen neuen „Krabbelgottesdienst“ – speziell für Kinder von 0-6 Jahren und ihre Eltern. Schon gestartet hat der neue Jugendtreff „Bunker“, für den wir im Keller des Pfarrhauses noch einen Raum gemeinsam herrichten und gestalten wollen. Und natürlich sollen auch die Erwachsenen und die Senioren nicht zu kurz kommen.

Das ist an manchen Tagen ganz schön viel und mein Arbeitstag endet oft erst am späten Abend, aber in den unzähligen Begegnungen bekomme ich auch selber ganz viel geschenkt, werde bereichert und angerührt durch das Vertrauen, das Menschen mir entgegenbringen. Das und mein eigener Glaube, dass Gott mich so geschaffen hat, wie ich bin, dass er mich liebt, und dass er mich begleitet auf meinem Weg mit seinem Segen, das gibt mir Kraft für meine Arbeit. Von diesem Gottvertrauen möchte ich auch anderen weitergeben.

Die Mitte, der Mittelpunkt der Gemeinde ist für mich der sonntägliche Gottesdienst, wo wir miteinander singen und beten und Gottes Gegenwart im Wort der Bibel und in Brot und Wein feiern. Es ist schön, wie gut besucht unsere Gottesdienste sind.

Überhaupt habe ich den Eindruck, dass die Zahl der Menschen, die in und mit der Kirche leben, wieder größer wird, obwohl an den Rändern viele „Taufschein-Christen“ austreten. Und so leid es mir um jeden ist, der der Kirche den Rücken kehrt, so sehe ich darin auch eine positive Entwicklung, dass die, die dabei bleiben, auch wirklich im Glauben leben, und näher zusammen rücken.

Nun steht Weihnachten vor der Tür und ich freue mich schon auf die besonderen Gottesdienste am Heiligen Abend und am Christtag, an die erwartungsvolle Stimmung, die deutlich macht, so ganz anders könnten wir eigentlich das ganze Jahr über leben. Zu Weihnachten wird Gottes Nähe besonders spürbar – auch weil viele Menschen bereit sind, sich anrühren zu lassen.

So wünsche ich allen Besuchern unserer Homepage, allen Mitgliedern der evangelischen und der römisch-katholischen Pfarrgemeinde ein gesegnetes, ein froh machendes Weihnachtsfest!





Autor / Quelle: Pfarrer Dr. Peter Gabriel (evangelische Gemeinde)

Beitrag online bis 16.12.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (16.12.06 - 16.12.06 - ) / 1621 / 571