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„Ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst.“
An der via appia wird diese Verheißung Jesu an Petrus wahr. Wenige hundert Meter hinter dem Stadttor liegt heute die Kirche „Domine Quo Vadis“ (eigentlich „Santa Maria in Palmis“). Die Überlieferung erzählt, dass Petrus, der aus Rom geflohen war, an dieser Stelle Jesus begegnete. Auf Petrus' Frage: „Domine, quo vadis?“ – „Herr, wohin gehst du?“, antwortete dieser: „Nach Rom zurück, um erneut gekreuzigt zu werden." Petrus kehrte daraufhin um und starb selbst den Märtyrertod am Kreuz.
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22. April 2007 - Misericordia Domini V
„Ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst.“
Das mach ich mal Bibelwort: Johannes 21,15-19
„Weide meine Lämmer“ – auf diese Aufforderung Jesu „Mach ich mal“ zu antworten, kommt mir nur schwer über die Lippen. Und es wird auch nicht besser, wenn ich weiß, dass Jesus diese Worte an Petrus gerichtet hat. Zu fremd ist mir heute die Vorstellung vom Hirten und den weidenden Lämmern. Hilft es vielleicht diese Bilder ins Heute, in mein Leben zu übertragen? Was kennzeichnet ein Lamm, das auch für mich wichtig sein könnte? Es hört auf die Stimme des Hirten, erkennt sie und folgt ihr. Könnte für mich heißen: Auf Gottes Wort zu hören, sie in der Kakophonie der vielen Stimmen, die auf mich einprasseln zu erkennen und ihr zu folgen. Kein Kadavergehorsam, sondern eine bewusste, reflektierte Entscheidung. Und was macht den Hirten aus? Seine Aufmerksamkeit gegenüber den Tieren, die ihm anvertraut sind. Auch darin kann ich mich wieder erkennen. Auch ich trage Verantwortung für die Menschen, mit denen ich lebe. Doch wie oft kommen sie zu kurz, weil anderes wichtiger erscheint. Aufmerksamer sein, achtsamer auf Gottes Wort und die Nächsten – das mach ich mal.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Tillmann
Beitrag online bis 27.4.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (19.4.07 - 26.04.07 - ) / 1777 / 194
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