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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
Diese Seite als Druckausgabe


„Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen.“ Das ist eine ganz große Verheißung. Dass die Liebe eines Tages stärker sein wird als aller Tod und alles Leiden. Die Quelle dieser Hoffnung ist Gott. Er will unsere Sehnsucht nach Heil stillen, will uns die Luft zum Singen von Jubelliedern geben. Diese Hoffnung kann schon jetzt Leben verändern, weil sie Mut macht, dass nicht alles beim Alten bleiben wird, sondern Gott alles neu machen wird.





6. Mai 2007 - 4. Sonntag nach Ostern V

Wer gar nichts mehr machen kann, kann manchmal immer noch singen.

Das mach ich mal!
Bibelwort: Jesaja 12

Wer gar nichts mehr machen kann, kann manchmal immer noch singen. Singen ist eine Art Heilmittel gegen alles. Singen ist wie Baden für die Seele. Wer Sorgen hat, soll singen. Wem es schwer ist ums Herz, soll singen. Wer nur schlecht laufen kann, soll singen. Alle sollen singen. Immer. Wer glücklich ist, singt ja sowieso. Singen ist wie Baden für die Seele. Es reinigt, erfrischt, und macht den Kopf ein bisschen frei.

Das muss mal wieder gesagt werden. Und singen muss wieder gemacht und gewagt werden. Es geht ja zu allererst nicht um den richtigen und guten Klang, sondern um eine befreite Seele. Wer gebunden ist, singt sich frei. Und wer dann erlöst wird vom gütigen Gott, singt erlöst und befreit. Wie bei Jesaja. Da singen die von einer großen Last Befreiten: Siehe, Gott ist mein Heil. Jauchze und rühme, du Tochter Zion. Mit der Tochter Zion ist das Volk Israel gemeint. Aber es muss nicht gleich unser ganzes Volk singen. Man kann auch kleiner anfangen. Ich und Du zum Beispiel, wir tragen auch Lasten. Manchmal drücken die nieder. Dann gibt es ein Heilmittel, das hilft fast immer. Darum mach ich das jetzt mal: Singen. Und dann Gott danken, dass ich singen kann.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Becker

Beitrag online bis 17.5.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (3.5.07 - 10.05.07 - ) / 1789 / 162