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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
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Gottes Geist – wie ein roter Faden des Lebens

Geist des Trostes,
der auch angesichts von Dunkelheit und Tod noch trägt.
Geist der Wahrheit,
die über alles irdische Begreifen und Verstehen hinausgeht.
Geist der Liebe,
die Jesus und uns verbindet,
und diese Verbindung wird niemals abreißen,
bis in die Ewigkeit nicht.





20. Mai 2007 - 6. Sonntag nach Ostern V

„Ich lebe und ihr sollt auch leben“, sagt Jesus. Das ist eine ungeheuerliche Zusage.

Das mach ich mal!
Bibelwort: Johannes 14,15-19

„Ich lebe und ihr sollt auch leben“, sagt Jesus. Das ist eine ungeheuerliche Zusage. Ich muss mich nicht verkriechen. Ich muss mich meines Lebens nicht schämen. Ich muss nicht unter einer Schuld zusammen brechen. Ich lebe. Wie Jesus. Er nimmt seine beiden Hände und richtet mich auf. Und dabei sagt er noch: Du sollst leben. Großartig.

Da könnte man doch etwas draus machen, oder? Das muss man doch nicht einfach auf sich beruhen lassen. Aber was – was kann ich damit anfangen, dass Jesus mir vor langer Zeit Leben versprochen hat? Ich kann es annehmen, möglichst von Herzen. Er nimmt mich wahr, er beachtet mich, schätzt mich, gibt mir Wert. Da kann ich doch was draus machen. Liebe nämlich. Wenn ich so beachtet und geachtet bin, kann ich doch mindestens andere Menschen achten und beachten. Heute zum Beispiel. Da will ich mal alle, denen ich begegne, genau wahrnehmen und beachten. Vor allem die, an denen ich sonst achtlos vorübergehe. Die sind vermutlich viel wichtiger, als ich oft meine. Und indem ich sie wahrnehme, geschieht das großartige Wunder Jesu ein zweites Mal: sie leben. Leben ist ansteckend wie ein guter Geist. Man möchte gar nicht mehr damit aufhören.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Becker

Beitrag online bis 31.5.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (17.5.07 - 24.05.07 - ) / 1797 / 222