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So ist Gott …
… will Jesus uns mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn deutlich machen. Wo wir uns nicht trauen, zu Gott zu kommen, weil wir mit berechtigten Vorhaltungen rechnen – da freut sich Gott einfach und nimmt uns in die Arme. Wo wir meinen, wir hätten uns den Zugang zu Gott verbaut durch unser unmögliches Verhalten – da war seine Tür doch immer offen für uns. So ist Gott. So wunderbar anders als unsere Vorstellungen, dass sich manche – wie der ältere Sohn – verständnislos abwenden.
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So ist Gott …
… will Jesus uns mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn deutlich machen. Wo wir uns nicht trauen, zu Gott zu kommen, weil wir mit berechtigten Vorhaltungen rechnen – da freut sich Gott einfach und nimmt uns in die Arme. Wo wir meinen, wir hätten uns den Zugang zu Gott verbaut durch unser unmögliches Verhalten – da war seine Tür doch immer offen für uns. So ist Gott. So wunderbar anders als unsere Vorstellungen, dass sich manche – wie der ältere Sohn – verständnislos abwenden.
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16. September 2007 - 24. Sonntag im Jahreskreis
Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
Das mach ich mal! Bibelwort: Lukas 15,1-32
Sind die Gleichnisse vom Verlorengehen und Wiederfinden, die Jesus da erzählt, ein „Hinhörer“, weil sie die Zuhörer überraschen? Kommt es überraschend, dass der Hirte 99 Schafe zurücklässt und sich auf die Suche nach dem einen verlorenen macht? Kommt es unerwartet, dass der Vater dem verlorenen Sohn entgegenläuft und ihn mit einem Freudenfest wieder aufnimmt in sein Haus? Ich kann das nicht mehr so recht glauben, seit ich vergeblich versucht habe, in meiner Zeit in Papua-Neuguinea das überraschende Moment im Handeln des Vaters plausibel zu machen. Selbstverständlich, sagten mir meine Zuhörer, würden sie ihr Kind, das jahrelang weg war, mit Freude wieder aufnehmen, ganz egal, was es in der Zwischenzeit angestellt hat. Das hat mich überrascht, mir aber auch die Augen geöffnet: Ich selbst könnte und würde als Vater in einer ähnlichen Situation nicht anders handeln. Das beunruhigt(e) mich: Traue ich Gott so wenig selbstverständliche väterliche Liebe zu, dass mich das barmherzige Handeln des Vaters im Gleichnis überrascht? Oder sitzt mein Leistungsdenken doch so tief, dass ich es kaum fassen kann, die Zuneigung Gottes nicht verdienen oder mich ihrer würdig erweisen zu müssen? Ich möchte diesem tief sitzenden Verdacht entgegenhalten: Selbstverständlich bin ich von Gott geliebt.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Hans Reithofer
Beitrag online bis 13.10.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (13.9.07 - 20.09.07 - ) / 1869 / 836
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