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Die Alten und die Weisen, die daran denken, dass auch ihnen Übles widerfahren kann, sowie die Schwachen und Furchtsamen sind eher barmherzig. Jene hingegen, die sich für glücklich halten und für so mächtig, dass ihnen nichts Böses widerfahren könne, erbarmen sich nicht so leicht.
(Thomas von Aquin)
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10. Sonntag im Jahreskreis
07.06.2002: In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.
Eine von vielen Tischgeschichten in der Bibel: Wenn Jesus Menschen seine Nähe und Liebe zeigen möchte, dann setzt er sich mit ihnen an einen Tisch. Er isst und trinkt mit ihnen. An erster Stelle steht nicht die mahnende Rede, um auszudrücken: Gott meint es gut mit dir. Die Liebe geht für ihn auch durch den Magen. Sie berührt den Menschen ganz mit Leib, Seele und Verstand. Die Pharisäer wissen um die Bedeutung dieser Geste. Sich mit anderen gemeinsam an einen Tisch zu setzen, drückt Vertrautheit aus. Und genau damit haben sie ihre Schwierigkeiten. Eine solche Vertrautheit, ein solches Offensein für den Menschen in seiner Ganzheit, entzieht sich leicht den klar messbaren Regeln und Gesetzen. Unberechenbares kommt mit ins Spiel, wenn man sich auf eine solche Situation einlässt. Überraschendes wird möglich. Jesus mag Orte, an denen die Liebe Gottes überraschend Platz nehmen darf. Ein gedeckter Tisch ist ein solcher Ort. Damals wie heute.
Autor / Quelle: Susanne Brandt
Beitrag online bis 13.6.2002 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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