Diese Seite als Druckausgabe
Die eindringlichste und nachhaltigste Botschaft, die das Christentum zu verkünden hat, ist wahrscheinlich nicht das, was Christus sagte, sondern das, was er vor seinen Richtern und Henkern verschwieg. Die Botschaft ist das Schweigen. (August Everding)
|
11. Sonntag im Jahreskreis
14.06.2002: In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Wie das Protokoll der Teambesprechung einer Firma liest sich der heutige Schrifttext. Einziger Tagesordnungspunkt: Jesus berichtet zur Lage der Nation (die müden und erschöpften Menschen in Palästina). Sein Fazit: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter“. In einem ersten Schritt lädt er ein, durch das Gebet mehr Arbeiter bei Gott anzufordern. Aber das genügt nicht! Unter dem Motto „Es gibt viel zu tun, packen wir`s an“, stattet er seine zwölf engsten Mitarbeiter, die Jünger, mit umfassenden Vollmachten aus. Damit macht er deutlich, dass er die Verantwortung für die Glaubensweitergabe nicht allein trägt. Jesus braucht nämlich nicht nur Menschen, die die frohe Botschaft hören. Er braucht dringend Menschen, die diese Botschaft begeistert und ansteckend weiter verkünden. Im Schrifttext sind die zwölf Apostel aufgezählt. – Ein bunter Haufen mit unterschiedlicher Herkunft und Einstellung. Doch Jesu Großauftrag eint sie alle – frei nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark!“ Mit einer fest umschriebenen Aufgabe und einem klaren Ziel („Das Himmelreich ist nahe“) machten sie sich damals an die Arbeit. Und heute? Heute schickt Jesus jedem von uns dieses Protokoll zur Kenntnisnahme und als Auftrag, selbst mit anzupacken. Denn es gibt viel zu tun, auch bei uns ...
Autor / Quelle: Peter Schott
Beitrag online bis 20.6.2002 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 ( - - ) / 192 / 164
|