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Stell ein Licht in die Nacht hinaus! Sei selber Licht und brenne Gott entgegen.
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25. November 2007 - Letzter Sonntag des Kirchenjahres V
„Seht euch vor, wachet! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.“
Das mach ich mal! Bibelwort: Markus 13,31-37
Ehrlich gesagt, bin ich mit diesem Wort überfordert. Wachen, Tag um Tag, Stunde um Stunde, um für die Begegnung mit dem wiederkehrenden Herrn bereit zu sein, das gelingt mir nicht. Bei der Gestaltung meines Alltags unablässig die Vergänglichkeit meines Lebens vor Augen, das „memento mori“, „gedenke, dass du sterben musst“, im Gedächtnis zu haben, das gelingt mir nicht. Mir bei jedem Tun und Lassen bewusst zu sein, dereinst – und sei es heute noch – darüber Rechenschaft ablegen zu müssen, das gelingt mir nicht. Der Ablenkungen, der Alltagsbelastungen, der Herausforderungen und Genüsse des Augenblicks sind zu viele.
Auf dem Posten des Türhüters mache ich eine miserable Figur. Manchmal jedoch ist vieles anders. Dann zieht es mich vom Alltagsgeschäft weg. Und für kurze Zeit fällt das Wachen leicht. Die Augen lassen sich nicht blenden vom Kunstlicht des Lebens, sondern halten Ausschau nach dem aufstrahlenden Licht aus der Höhe. Die Ohren versperren sich allem Geschwätz und lauschen dem Wort, das nicht vergeht. Der Gedanke an die eigene Sterblichkeit ist gepaart mit Auferstehungshoffnung. Wenn „der Herr des Hauses“ doch in einem solchen Moment käme … Ob sich dieses Wachen einüben lässt? Nicht gleich rund um die Uhr, aber täglich für einige Minuten und zunächst Bibel lesend? Es käme auf den Versuch an.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Gundula Kühneweg
Beitrag online bis 6.12.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (22.11.07 - 29.11.07 - ) / 1959 / 186
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