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Das Adventkalenderbild des Jahres 2007
Peter Th. wählt eines seiner Bilder aus
Radierung von P. Thuswaldner: "Beurteilung"
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1. Dezember 2007 - Dipl. Ing. Peter Thuswaldner
Heuer verwenden wir das dritte Mal ein Aquarell von Peter Thuswaldner als Hintergrundbild für den Adventkalender, wir bedanken uns sehr dafür!
Es mag manche überraschen, dass er Dipl. Ing. der Montanuniverstät Leoben ist und viele Jahre an der HTL für Wirtschaftsingenieurwesen in Hallein unterrichtet hat. Als Lehrer- und Künstlerpersönlichkeit hat sein Wirken deutliche Spuren hinterlassen.
Er ist 1945 geboren in Kötschach-Mauthen (Kärnten), besucht die HTL in Villach und arbeitet als Tiefbautechniker bei den Tauernkraftwerken. Er beginnt ein Studium in Leoben, wird Uni-Assistent und heiratet Gretl Monschein; diese ist Fotografin und sie haben zwei Kinder: Jörg und Barbara. 1974 kommt er nach Hallein als Professor an die neu eingerichtete HTL. Er unterrichtet hier viele Jahrgänge von Schülern, wird später Abteilungsvorstand. Seit drei Jahren ist er im Ruhestand und hat ein Studium der Kunstgeschichte begonnen.
Dipl. Ing. Peter Thuswaldner - Techniker. Mensch. Künstler.
Als Professor an der HTL Hallein ist es Peter Thuswadner daran gelegen, in seinem Unterricht mehr als nur Wissensvermittlung zu betreiben: Als echter „Pädagoge“ ist ihm die Vermittlung persönlicher und menschlicher Werte ein großes Anliegen. Generationen von Schülern sind ihm dankbar, dass neben dem „Eisen-Kohlenstoff-Diagramm“ und der EDV auch immer Gespräche und Diskussionen über alle möglichen Themen Platz finden. In seiner guten persönlichen Beziehung zu den Schülern begleitet er viele auf dem Weg zu einer reifen, verantwortungsvollen Persönlichkeit. Auf Kärntnerisch gesagt: „Was hülfts, wenn ana a guata Technika is, oba sunst a kompletta Trohtl!“ Auch unter den Kollegen im Lehrkörper ist er ein beliebter Gesprächs- und Diskussionspartner, manchmal auch ein „Reibebaum“.
Weitgefächert ist sein Interesse an Kunst und Kultur: Er kennt sich aus in Literatur und Musik, besonders aber in der bildenden Kunst; er sucht stets nach „Antworten auf Fragen, die wichtig sind.“ Er besucht viele Jahre lang die Kurse der Salzburger Sommerakademie. Sein Haus und seine Wohnung sind voll mit Bildern. Auffallend ist eine Gemeinsamkeit im Leben der Familie Thuswaldner aus Kärnten: Alle Nachkommen machen eine technische Ausbildung, aber alle wirken dann im Bereich Kunst und Kultur in Salzburg, und zwar mit einer gesunden Portion Kärntner Widerspruchsgeist. Die künstlerischen Fähigkeiten stellen für sie ein wesentliches Beurteilungs-Kriterium dar. Als Geschenk für den Adventkalender stellt er uns ein neueres Bild zur Verfügung: Eine Radierung, in der fast bedrückend stark die Situation des Beurteilt-Werdens aufscheint. Dieser Anspruch der Thuswaldners war für ihn wohl mit ein Beweggrund, seit dem Pensionsantritt ein Studium der Kunstgeschichte zu beginnen. Er arbeitet an einer Diplomarbeit über „Spätgotische Westemporen“. „Was ich unbedingt möcht´, ist in einer Form wissenschaftlich zu arbeiten. Es ist ein hoher Wert, dass man sich um etwas wirklich annimmt. Das Kunstgeschichte-Studium wertet ein ganzes Leben auf und bereichert es.“
Aus diesem Studium ergeben sich weitgehende Kenntnisse aus dem Bereich Religion und Kirche, z. B. Entwicklung des Kirchenlebens seit dem Mittelalter, Kirchenbau, Liturgie, Hagiographie. Man kann seine heutige Einstellung zum Glauben als religiös, aber nicht besonders kirchlich beschreiben.
Seine Frau Gretl betreibt die (Schwarz-Weiß-)Fotografie als Kunstform, ist bekannt für viele Portraitfotos, Stadtansichten, Objekte. Sie hat heuer den Förderungspreis des Landes Salzburg erhalten. Tochter Barbara lebt in Wien, Sohn Jörg in Leoben. Werden wir in einigen Jahren auch von ihrer künstlerischen Tätigkeit hören?
Autor / Quelle: Mag. Wilfried Kaaser
Beitrag online bis 31.12.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (30.11.07 - 02.12.07 - ) / 1961 / 670
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