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12. Dezember 2007 - Depression
Der heutige Beitrag ist sicher nicht lieb oder heimelig, aber im Advent dürfen auch dunkle Seiten zur Sprache kommen. Er stammt von einem Mann mit ca. 50 Jahren. Depression ist eine schwere seelische Erkrankung, und viele kennen sie selbst oder kennen Betroffene. Aber es gibt Hoffnung!
schlagartig, überfallsartig, eigentlich ohne Vorankündigung - wieder diese innere Unruhe, die Freudlosigkeit im Beruf und daheim, überall nur Forderungen, die Schlafstörungen, das schlagartige Erwachen mitten in der Nacht, hellwach sein, die Gedanken drehen sich im Kreis, die Müdigkeit in der Früh, das Aufstehen ist eine absolute Überforderung, die Antriebslosigkeit, das Gefühl, dass alles zu viel ist und keine Freude, kein Gefühl des Erfolgs, der Zufriedenheit.
Was ist das für ein Leben?
Das Leben eines Depressiven!
Wer kann sich schon diese Zustände vorstellen, wenn er sie selbst nie gehabt hat? Der grausliche Geschmack im Mund, die ständige Unruhe, das geistige Danebenstehen, eigentlich total unfähig sein, so paradox das klingen mag, in der Sonne zu sitzen ist anstrengend, ja mehr noch, ein wunderschöner Wintertag wird zum Hohn, lesen geht nicht, das Gehirn arbeitet nicht richtig, fernsehen nervt, schon das Zähneputzen wird zur unüberbrückbaren Hürde, Suizidgedanken verselbständigen sich.

Depressionen sind schwere Erkrankungen und können nicht durch gutes Zureden, durch sich Zusammenreißen usw. überwunden werden. Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapeuten sollen zu Rate gezogen werden, sehr oft ist auch eine medikamentöse Behandlung, die einzige Möglichkeit Depressionen zu überwinden.
Klarheit und Zuversicht
Der Schnee hat monatelang alles zugedeckt Der Frost alles erstarren lassen Die Sonne hatte keine Chance Nur bruchstückhaft und zeitweise Aber immer nur ganz kurz
Wärmende Strahlen lassen das Eis schmelzen Medikamente unterstützen …
Verbindungen an wichtigen Schaltzentralen kommen langsam ins Gleichgewicht, werden wieder aufgebaut …
eine neue Zukunft ist im Werden zart und schmerzhaft
immer wieder, immer wieder ein Neubeginn
ich glaube … ich hoffe …
dann kann auch die Liebe wieder aus ihrer Zwiebelschale aufbrechen, sprießen, zum Vorschein kommen
Zuversicht … Klarheit …
Es braucht das Licht Damit etwas leuchten kann Ohne Sonne kein Leben … Wie trifft das auf das Leben zu!
Heute ist noch alles grau in grau Darüber scheint die Sonne
Ich hoffe, ich glaube
Die Sonne setzt sich durch Aller Widerwärtigkeiten zum Trotz
Besonders wichtig scheint es uns, festzuhalten- Es ist keine Schande, an einer Depression zu erkranken.
- Es kann jeden betreffen, auch Kinder und Jugendliche.
- Depressive benötigen fachgerechte ärztliche Hilfe, diese ist heutzutage gottlob leicht zu bekommen. Aber:
- Wer an Depressionen zu leiden beginnt, vermeidet es häufig oder schafft es nicht, den Arzt aufzusuchen. Deshalb:
- Die Familienmitglieder und Angehörigen sind sehr gefragt, den Kranken zu unterstützen und ihm beizustehen.
- Eine „Heilung“ ist nicht zu erwarten, aber die Krankheit ist beherrschbar und ein nahezu „normales“ Leben ist möglich.
Links zum Weiterlesen http://salzburg.orf.at/magazin/leben/gesund/stories/113363/ AhA! Salzburg
Autor / Quelle: Dank an den Kollegen, der diesen Text für uns verfasst hat. W. K.
Beitrag online bis 31.12.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (11.12.07 - 13.12.07 - ) / 1973 / 388
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