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 © Helmut Meisl

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Dr. Aigner erfreut sich an schönen Dingen...


...der Vergangenheit: Versteinerung aus Adnet


...und der Zukunft: Pläne für Neu-und Umbau der BH

7. Dezember 2007 - Hofrat Dr. Klaus Aigner, Bezirkshauptmann

Einen von mehreren Schwerpunkten seiner Tätigkeit bildet das Thema „Sicherheit für die Bevölkerung“, seine Hoffnung und sein Wunsch: eine menschliche, moderne, bürgernahe Verwaltung.

Wer die BH Hallein betritt, hat meistens etwas Bedeutendes zu erledigen. Wichtige Angelegenheiten im Leben eines Bürgers - z. B. Dokumente (Reisepass), Gewerbe, Konzessionen, Polizei (Führerschein!) werden hier einer „behördlichen Erledigung“ zugeführt. Entsprechend devot mag deshalb mancher hier eintreten, und wundert und freut sich dann: Die Beamten sind gut gelaunt, freundlich und hilfsbereit, sie fragen: Kann ich Ihnen helfen? Dr. Aigner bietet Kaffee an und ist gerne bereit, über sich und seine Behörde zu erzählen.

Er ist 1949 in Salzburg geboren, wurde Gendarmerie-Beamter und ist nach 5 Jahren Gendarmeriedienst zur Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung gewechselt und hat hier die Fremdenpolizei geführt. Er hat ein Studium absolviert, ist Jurist und war 10 Jahre im Amt der Salzburger Landesregierung für Verkehrsangelegenheiten zuständig, bevor er Bezirkshauptmann in Hallein wurde.

Er hat sich, seiner vorherigen Laufbahn entsprechend, als einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit in der BH das Thema „Sicherheit für die Bevölkerung“ vorgenommen. „Die meisten Abteilungen der Behörde sind querschnittsmäßig mit dieser Aufgabe befasst und arbeiten gemeinsam daran, von Gewerberecht über Schulwesen, Sozialamt bis hin zur Polizei.“ Eine spezielle und wichtige Angelegenheit für Hallein bilden Aufenthaltsrecht und Integration von Zuwanderern - ein Anliegen, das für das Leben so vieler Halleiner von Bedeutung ist.




Hofrat Dr. Klaus Aigner, Bezirkshauptmann

Eine weitere Frage, die dem Bezirkshauptmann am Herzen liegt: „Wie möcht´ ich, dass die Verwaltung dem Bürger begegnet?“ - Er möchte nicht, dass die BH eine Beamten- und Tintenburg bildet, in der sich niemand wohlfühlt, unmenschlich und unmodern, sondern dass Hallein eine vorbildliche, beispielgebende und bürgernahe Behörde vorweisen kann.

Hier erreichen wir bereits das Gebiet seiner Hoffnungen und Wünsche: So sehr man sich auch bemühen mag, es ist in dem „alten Kasten“ von BH wohl nur schwer eine moderne, effiziente Verwaltung, passend für das 21. Jahrhundert, einzurichten. Schon lange wird von einem Neubau der BH gesprochen und darüber verhandelt - Dr. Aigner hofft, das noch zu erleben, bevor er in einigen Jahren in Pension geht. In seinem Büro hängen viele Pläne von einem Neu- und Umbau des Gebäudes, seinen Wünschen und Hoffnungen stets neue Nahrung gebend. Auffallend sind auch die vielen schönen Kunstobjekte und die Versteinerungen aus dem Adneter Marmorsteinbruch.

Der „gute Ton“ im Umgang mit Menschen, aber auch in der Welt, die uns umgibt, ist ihm auch in seinem Privatleben ein Anliegen: Harmonie in der Familie, das Bestreben, der immer mehr zunehmenden Anonymität in den Beziehungen durch Pflege echter Kontakte entgegenzuwirken und soziale Anliegen sind ihm wichtig. Das „Haus Mirjam“ unterstützt und würdigt er sehr in seiner Arbeit gegen Gewalt in den Familien.

BH Aigner macht kein Hehl aus seiner Einstellung zu Religion und Kirche: Er bekennt sich dazu, Mitglied der katholischen Kirche zu sein und fühlt sich in ihr daheim und zugehörig - was ihn allerdings nicht hindert, deutlich zu unterscheiden zwischen der „Institution Kirche“ und der Gemeinschaft der Glaubenden. „So viele Leute leisten eine derart gute Arbeit, wirken ökumenisch zusammen; aber die Kirche selber erkennt offenbar die Zeichen der Zeit nicht und bleibt starr festverhaftet in der Vergangenheit stehen.“

Ich hege die leise Befürchtung, dass die Hoffnungen des Herrn Bezirkshauptmanns nach einer menschengerechten, effizienten und dem Wohl der Bürger dienenden Behörde sich wohl wesentlich leichter und schneller erfüllen werden, als die gleichen Wünsche, die Kirche betreffend!


Autor / Quelle: Mag. Wilfried Kaaser, Salzburg, nach einem Gespräch am 26. 11. 2007

Beitrag online bis 31.12.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (6.12.07 - 08.12.07 - ) / 1976 / 508