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Christus sagt: „Wer überwindet, den will ich zum Pfeiler im Tempel meines Gottes machen …“ (Off 3,12). Menschen wie Säulen. Wir kennen diesen Vergleich. Wir sagen: Jemand ist eine Säule der Gesellschaft. Oder jemand ist eine Stütze des Vereins oder der Firma. Und wir können dabei ruhig an stabile Säulen denken wie die auf dem Bild. Was bedeutet es, wie ein Pfeiler zu stehen? Es bedeutet, fest zu stehen, aufrecht und aufrichtig zu sein. Es bedeutet, sichtbar zu sein und tragfähig. Es bedeutet, fest zu sein und standhaft. Es bedeutet, Teil einer tragfähigen Gemeinschaft zu sein.
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9. Dezember 2007 - 2. Sonntag im Advent VI
Das Buch der Offenbarung, das letzte Buch in der Sammlung der neutestamentlichen Schriften, ist ein schwer zu verstehendes Buch.
Das mach ich mal! Offenbarung 3,7-13
Voll von Symbolik und verschlüsselter Sprache. Zur Redewendung ist es geworden, das „Buch mit sieben Siegeln“. Nicht gerade das, was ich mir zur Adventszeit wünsche. Darin enthalten sieben Briefe an sieben christliche Gemeinden in Kleinasien. Inhalt dieser Briefe ist Lob und Tadel für die jeweiligen Gemeinden. Ihr Ziel ist, die Empfänger der Briefe zu bestärken, in der bedrohlichen Lage bei ihrem Glauben zu bleiben. Der Predigttext des Zweiten Advent enthält den Brief an die Gemeinde in Philadelphia, einem Ort östlich von Smyrna, dem heutigen Izmir. So gar nichts hat meine Lebenssituation mit der der Christen in Philadelphia zu tun, die unter Verfolgung litten und das Kommen des Herrn sehnlichst erwarteten. Doch ich möchte versuchen, mich dennoch ansprechen zu lassen. Und was ich lese, kann auch mir in diesem Advent zum Trost werden: Wenn ich beginne zu rotieren, damit das Fest wieder besonders schön wird, wenn mich innere Unruhe packt, ob ich dem Kommen Gottes gerecht werde … dann heißt es im Text: „denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt …“ Nicht viel wird von mir verlangt und ich kann geduldiger mit mir selbst und anderen sein, gelassener. Gott baut sein neues Haus mit Menschen wie Sie und mich, mit allen Fehlern. Er traut uns viel zu, so viel, dass er sich als kleines Kind in unsere Hände legt.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Tillmann
Beitrag online bis 17.12.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (6.12.07 - 13.12.07 - ) / 1981 / 238
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