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Mama Ulli, Lucia
Papa Bernie und alle Geschwister freuen sich über die kleine Lucia
links: Pietro Alemanno "Hl. Lucia" (1490), rechts: Lucia-Licht in Schweden
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13. Dezember 2007 - Lucia Kipman
Heute steht Lucia im Kalender - eine gute Gelegenheit, die kleine Lucia Kipman vorzustellen, die Ende November (am 29. 11. ) geboren wurde.
Warme, bergende Gegenwart der Mutter! Gestillt werden - sooft es nötig ist, Schlafen können - sobald man müde ist, gut 20 Stunden am Tag, Weinen, wenn etwas nicht passt - dass dann Abhilfe geschaffen wird, Spüren, dass da noch andere wohlgesinnte Wesen herum sind - der Papa, und die drei Geschwister, und wohl auch der Hund, - und Wachsen, Größerwerden, Zunehmen… Die Wünsche der kleinen Lucia können noch so leicht und gern erfüllt werden!
Lucia ist Ende November in einer Hausgebrt auf die Welt gekommen, im Haus, das Familie Kipman in Hallein-Neualm mieten konnte: Viel Platz, und erschwinglich, wegen der Eisenbahn und einer Fabrik gleich daneben. „Problemlos, wenn auch nicht leichter, als bei den drei Kindern vorher“, wie Mama Ulli erzählt. Familie Kipman wollte immer schon viele Kinder, sie sind mit der Geburt von Lucia eine glückliche Großfamilie geworden. Wohnsituation, berufliche Situation und familiärer Rückhalt von den Großeltern und Geschwistern sind gottseidank sehr positiv, sodass sie sich mit voller Energie der Erziehung und Weiterentwicklung der Kinder widmen können.
Mama Ulli möchte bald wieder mit ihrer Arbeit beginnen, - die unvorstellbar gut ausgebildete Frau (Mathematik-, Psychologie- und Jusstudium, Therapie-Ausbildungen) hat nach langem Suchen eine Stelle gefunden, die ihr sehr liegt: Sie betreut Jugendliche in einer therapeutischen Wohngemeinschaft. Hier kann sie mit ihren Kenntnissen und persönlichem Einsatz bei den schwierigen Jugendlichen manches erreichen. Durch Tag- und Nachtdienste ist an 3 Tagen die Wochenarbeitszeit erfüllt: Es ist ein Full-Time-Job, aber sie kann sich auch wieder ihren Firmen widmen - Gutachten verfassen, Statistiken erstellen, etc….

Lucia Kipman, zwei Stunden alt
Papa Bernie, mit dem seltenen Job des „Tagesvaters“ hat die Vater-Karenz angetreten und hat vor, nachher wieder zusätzliche Kinder aus Hallein und Umgebung zu betreuen. Am Wochenende ist er auch als Musiker unterwegs.
Die Kinder sind mit der kleinen Schwester sehr glücklich und auch stolz. Sie helfen und kümmern sich wo es nur geht. Besonders der 2-jährige Filip, der im Sommer einen schlimmen Unfall hatte und in dieser Zeit selbst von den größeren Geschwistern wochenlang getröstet und umsorgt wurde, ist um seine kleine Schwester sehr besorgt.
Die Eltern haben den Namen Lucia gewählt, weil er ihnen gefallen hat, ohne viel von dieser Heiligen zu wissen. Darf ich ein wenig von ihr erzählen?
Die Existenz dieser Heiligen ist sicher historisch, aber ihrer Geschichte hat sich auch die Legende bemächtigt. Sie erlitt ihr Martyrium in Syrakus auf Sizilien, wahrscheinlich während der Christenverfolgung durch Diokletian (ca. 300 n. Chr.) In einem Buch mit Heiligenlegenden ist zu lesen: „Die heilige Lucia war eine edle Jungfrau in der Stadt Syrakus. Ihre Mutter war erkrankt, deshalb wallfahrteten Mutter und Tochter nach Catania an das Grab der hl. Agatha. Im Gebet erschien Agatha der Heiligen und sprach: ´Meine Tochter, warum verlangst du von mir, was du selbst sogleich deiner Mutter gewähren kannst? Dein Glaube hat sie geheilt!´ Gesund kehrten beide nach Syrakus zurück. In ihrer Freude erreichte Lucia von ihrer Mutter, dass sie ihre Mitgift als Dank gegen Gott an die Armen verschenken durfte. Auch legte sie das Gelübde der Keuschheit ab. Der enttäuschte Bräutigam, ein heidnischer Jüngling, war darüber so erbost, dass er sie beim Statthalter als Christin anzeigte. Als dieser sie verhörte, gab Lucia ihm die kühnen und geraden Antworten, die die Christen der Verfolgungszeit auszeichnen. Sein Urteil lautete: Lucia solle in ein öffentliches Haus gebracht werden, auf dass sie ihre Keuschheit verliere und der Heilige Geist von ihr weiche. Da wurde die Heilige eben von jener Kraft und Gnade des Heiligen Geistes so schwer, dass man sie, wie einen unbeweglichen Felsen, nicht von der Stelle bewegen konnte. Nun errichtete man einen Scheiterhaufen, doch auch Feuer und siedendes Öl, mit dem man die Jungfrau übergoss, taten ihr keinen Schaden. Da bekam der Statthalter große Angst und befahl, sie mit einem Dolch zu töten. Mit dem Dolch im Hals hat sie noch so lange gelebt, bis sie die hl. Kommunion empfangen hat. Erst dann starb sie.“ Der Name Lucia - „die Lichte, Leuchtende“ - gab wohl Anlass, dass sie als Patronin und Beschützerin des Augenlichtes, gegen Blindheit und Augenkrankheiten angerufen wurde. Lucia ist die Schutzheilige der Blinden, reuigen Dirnen, Glaser, Näherinnen, Kutscher (heute evtl. Autofahrer und aller, die am Computerbildschirm ihre Augen verderben…) Als Heiligenstatue erkennt man sie daran, dass sie eine Schüssel trägt, auf der zwei Augen liegen. Ihr Fest wird vor allem in Schweden gefeiert. Hier ist sie die „Lichträgerin“, an die sich allerlei Bräuche knüpfen. Überhaupt hat die lichte Gestalt der Heiligen im Norden, wo die Dunkelheit des Winters dräuender und bedrohlicher wirkt, eine besonders große Bedeutung angenommen.
Alles Gute, Lucia und Familie Kipman, und Gottes Segen! Möge das Leben der kleinen Lucia hell und licht werden, und möge Licht in euer und unser aller Leben strahlen!
Autor / Quelle: Mag. Wilfried Kaaser, Salzburg
Beitrag online bis 31.12.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (12.12.07 - 14.12.07 - ) / 1983 / 719
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