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Schulkinder haben sich bedankt für eine Führung im Krankenhaus


Das Halleiner Krankenhaus

15. Dezember 2007 - DGKS Ilse Mitsch

Ilse Mitsch ist ausgebildete Kinder-Krankenschwester, aber seit vielen Jahren Betriebsrats-Vorsitzende am Krankenhaus Hallein. Indem sie sich hier für die Anliegen des Personals einsetzt, arbeitet sie indirekt, aber deutlich spürbar, auch für das Wohl der Patienten.

Sie ist 1952 im Burgenland geboren und lebt jetzt seit 33 Jahren in Hallein. Sie hat die Schulen in Wien besucht und dort die Ausbildung zur Dipl.-Kinderkrankenschwester absolviert. Seit 1975 arbeitet sie im Krankenhaus Hallein. In Hallein hat sie die Möglichkeit, mit ihren zwei Kindern zu leben, wahrgenommen: „Sie sollten keine Stadtmenschen werden!“ Als sie jedoch bei zwei Kindern nicht weiter im KH arbeiten konnte, trat sie eine Halbtagsstelle bei einem Arzt an, aber seit 1992 ist sie wieder am Krankenhaus Hallein.

Hier wurde ihr die Funktion eines Betriebsrates angetragen, sie wurde gewählt und BR-Vorsitzende. Anfangs war sie für diese Funktion halb freigestellt, aber es entstanden Konflikte mit ihrer Arbeit als Hygiene-Beauftragte: Es zeigte sich, dass man nicht zugleich Betriebsrat und eine Art Vorgesetzte bei den Kollegen sein kann. Deshalb ist sie jetzt für ihre Arbeit als Betriebsratsvorsitzende gänzlich freigestellt. Der Betriebsrat hat 6 Mitglieder.
Die Aufgaben des Betriebsrates umfassen ein weites Feld im menschlichen und professionellen Bereich:
  • Vermittlung zwischen Krankenhausleitung und Mitarbeitern
  • Das Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter muss passen
  • Verständnis für manche als notwendig erkannte (Spar-)Maßnahmen zu erwirken
  • Einen hohen Standard an menschlichen Werten in der Arbeit im Krankenhaus zu erhalten
  • Die Ansprüche der Patienten haben sich verändert: Sie wissen mehr und sie stellen mehr Ansprüche.
  • Es war harte Arbeit, eine so gute Bewertung des KH Hallein zu erreichen, dies muss weitergeführt und abgesichert werden.




DGKS Ilse Mitsch, Betriebsratsvorsitzende im KH Hallein

Ein Betriebsrat steht in seiner Arbeit und in Verhandlungen mit dem Dienstgeber immer vor der Entscheidung, massiv aufzutreten und Contra zu geben, oder in gemeinsamen Bemühungen schrittweise eine Lösung zu finden. „Ich denke, das ist gut gelungen. Es war so letztendlich der bessere Weg!“ Sie steht für die gute, positive, konstruktive und aufbauende Linie der Zusammenarbeit mit den Dienstgeber-Vertretern (Pflegedienstleiter Schwaiger, Verwaltungsdirektor Mag. Heitzenberger, ärztlicher Leiter Dr. Krempler).

Ihre Hoffnungen und Erwartungen kreisen naturgemäß in erster Linie um das Krankenhaus: Sie hofft, dass die Linie des Dialogs weitergeht, auch bei ihren Nachfolgern im Betriebsrat. Sie hofft weiters sehr, dass das Krankenhaus Hallein so lang wie möglich seine Eigenständigkeit bewahren und verteidigen kann, so dass hier „Mit- und Selbstbestimmung“ möglich sind.

Für die Zeit ihrer Pension denkt sie daran, ein Kunstgeschichte-Studium zu beginnen.
Sie ist an Religion deutlich interessiert, hat aber Probleme mit Religionsgemeinschaften, die „eingrenzen und bestimmen“ wollen. Sie war ursprünglich evangelisch und findet jetzt auch an der buddhistischen Lehre vieles ansprechend. Wichtig scheint ihr, dass man den Kindern den Zugang zu Religion ermöglichen soll, dass es Orte und Zeiten der Besinnung gibt.

Dank und Anerkennung an alle Betriebsräte für ihren Einsatz für Gerechtigkeit und Menschlichkeit in der Arbeitswelt! Auch für sie gilt die Botschaft der Engel in der Weihnachtsnacht: „Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind!“


Autor / Quelle: Mag. Wilfried Kaaser, 2002-2007 Mitarbeiter in der Krankenhausseelsorge Hallein

Beitrag online bis 31.12.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (14.12.07 - 16.12.07 - ) / 1986 / 397