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Auf dem Weihnachtsmarkt erleuchten die Glühbirnen jeden Stand. In der Nase Geruchskuddelmuddel. Anisbonbons, Grünkohl, Glühwein und Fettgebäck. Und in den Ohren Geräuschsalat: Stille Nacht, Jingle bells, , Rampampampam. Menschenmassen schieben sich durch die Straßen. Angesäuselte Männer mit Weihnachtsmannmützen ziehen grölend zum nächsten Glühweinstand. Adventszeit, so viele Lichter. Kommt eines an bei ihnen?
Dritter Advent A 16. Dezember 2007 Dritter Advent A 1. Lesung: Jesaja 35,1-6a.10 2. Lesung: Jakobus 5,7-10 Evangelium: Matthäus 11,2-11
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16. Dezember 2007 - 3. Adventsonntag
Er ist der, von dem es in der Schrift heißt: Ich sende meinen Boten vor dich her; er soll den Weg für dich bahnen. Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen Größeren gegeben als Johannes den Täufer, doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.
Im Advent geht es nicht um Stimmung, sondern um Stimmen: Stimmen, die Hoffnung wecken, Stimmen, die zum Träumen locken, Stimmen, die aufmuntern, das Leben zu wagen.
Das mach ich mal! Bibelwort: Matthäus 11,2-11
„Das mach ich mal?“ Johannes der Täufer kann nichts mehr machen. Seine Hände sind ihm gebunden. Er, der wie kein anderer seiner Zeit die Menschen wach gerüttelt und zur Umkehr gerufen hat, er, der kompromisslose Prophet und unermüdliche Wegbereiter sitzt im Gefängnis und ist zum Nichtstun verbannt. Vielleicht auch zum baldigen Tod, wer weiß? Und deshalb muss er es wissen: Ist seine Aufgabe als Wegbereiter erfüllt? Hat sein Leben den von Gott zugedachten Sinn gehabt? Ist Jesus der erhoffte Messias? Oder muss er noch warten? Es gibt viele wie Johannes den Täufer. Menschen, die etwas bewegt und sich für ihren Glauben eingesetzt haben. Die unermüdlich aktiv waren und verlässlich auch jene Aufgaben übernahmen, für die sich sonst niemand fand. Für die es immer selbstverständlich war zu fragen: Was kann ich machen? Und die dann doch irgendwann einsehen müssen, dass sie nichts mehr machen können, oder jedenfalls nicht mehr das, was sie so lange so gut gemacht haben. Deren Hände plötzlich gebunden sind durch Krankheit oder Alter. – verbannt zum Nichtstun, finden sie vielleicht Trost in der Antwort, die auch Johannes überbracht wurde: Blinde sehen wieder und Lahme gehen, selbst Tote stehen auf … Das Heil nimmt seinen Lauf, oder besser: wird in Umlauf gehalten, weil sich Menschen finden, die da weiter machen, wo andere aufgehört haben. Und weil Jesus nicht aufhört, Heil zu wirken. Auch an dem, der daran leidet, nichts mehr tun zu können.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Hans Reithofer
Beitrag online bis 13.1.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (13.12.07 - 20.12.07 - ) / 1989 / 207
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