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Martina Rathmayr-Schell
Martina Landrichinger, Spielgruppe mit Pferd
Renate Meyer
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23. Dezember 2007 - Das Eltern-Kind-Zentrum (EKIZ) in Neualm
Das Eltern-Kind-Zentrum Hallein / Neualm versteht sich als Erwachsenenbildungseinrichtung zur Unterstützung der Familien: Ein Netz von sozialen Beziehungen entsteht, Kontakte und Kommunikation werden ermöglicht. Drei Frauen und Mütter berichten darüber.
Mag. Martina Rathmayr-Schell Ausbildungen: Studium der Rechtswissenschaften, 4 Jahre Sozialakademie, Aus- und Fortbildungen im Bereich Elternbildung und der Arbeit mit Kindern.
„Als unsere Tochter Theresia (8 Jahre) geboren wurde, lag ich im Krankenhaus mit Elfriede Bar in einem Zimmer. Sie berichtete mir, dass sie im Eltern-Kind-Zentrum Hallein-Neualm eine Stillgruppe leitet und ob ich nicht Interesse hätte auch mal zu kommen... Ich hatte! Und es begann eine wunderschöne Zeit im Eltern-Kind-Zentrum! Ich kannte zu diesem Zeitpunkt eigentlich niemanden mit Kindern. In unserem Freundeskreis wollten viele nach dem Studium noch arbeiten, Kinder waren erst für später geplant... Und so war ich froh, Mütter mit Kindern kennen zu lernen. Es entwickelten sich wunderschöne Freundschaften, die heute noch anhalten. Es half mir auch sehr, mich mit anderen Müttern über Stillen, Ernährung, Schlafen, etc zu unterhalten und zu spüren und erfahren, dass die anderen Mütter in der gleichen Situation sind, wie ich und dass alles so passt, wie es ist. Als dann unser Sohn Leonhard (6 ½ Jahre) geboren wurde, fragte mich die damalige EKiZ-Leiterin Sabine Berger, ob ich nicht Lust hätte, eine Babygruppe zu leiten. Und das tat ich dann auch und tue es noch heute mit großem Spaß und viel Freude. Zwei Jahre später übernahm ich die vorwiegend ehrenamtliche Leitung des Eltern-Kind-Zentrums Hallein/Neualm. So leite ich nunmehr das 7. Jahr Eltern-Baby-, Eltern-Kind- und Spielgruppen und das 5. Jahr das Eltern-Kind-Zentrum Hallein/Neualm.
Es ist mir ein Herzensanliegen, für Mütter, Väter und Kinder ein Netz von sozialen Beziehungen zu schaffen und somit zur Förderung von Kontakten und Kommunikation beizutragen. Wir wollen Mütter und Väter sowie alle anderen Erziehenden in ihren verantwortungsvollen Aufgaben unterstützen und begleiten. All dies soll getragen sein von einer allgemeinen Toleranz und Wertschätzung. Ich wünsche mir, dass sich im EKiZ alle Interessierten unabhängig von ihrer Herkunft, Religion- und Parteizugehörigkeit wohlfühlen. Das bedeutet für mich Leben im christlichen Glauben. Denn wir sind alle gleich vor Gott. Und es ist ja für uns alle sehr spannend etwas über eine andere Kulturen, Glauben, andere Leben zu erfahren. Durch gegenseitige Akzeptanz können wir einen Raum des Friedens in unserem Umfeld schaffen und es wäre schön, wenn dieser immer größere Kreise ziehen würde... Ich möchte den Besuchern und vor allem auch den Kindern eine grundsätzliche Haltung mitgeben, dass wir alle liebenswert und wertvoll sind, unabhängig von unseren Talenten, unserer Herkunft... Es freut mich, dass auch Familien mit islamischem Glauben oder ohne Bekenntnis sowie Zeugen Jehovas das EkiZ besuchten und es war stets bereichernd. Ich freu mich sehr, so engagierte, kompetente Mitarbeiterinnen zu haben, die mich dabei unterstützen unsere Ziele umzusetzen. Für das kommende Jahr wünsche ich mir für das Eltern-Kind-Zentrum, dass wir weiterhin ein so buntes Programm anbieten können und dass wir finanziell halbwegs über die Runden kommen!“

Martina Landrichinger ist Mutter und besucht mit ihrer Tochter Lena eine Eltern-Kind-Gruppe und andere Veranstaltungen im EKiZ. „Ich finde es schön, andere Familien kennen zu lernen und dass Lena mit Kindern zusammenkommt. Wir wohnen auf einem Bauerhof auf dem Adneter Riedl und haben in der Nachbarschaft nicht viele Kinder. Es haben sich schon schöne Freundschaften entwickelt. Ich mag den Austausch mit anderen Müttern. Es ist schön zu hören, dass es anderen zB in der Trotzphase des Kindes genauso geht, wie einem selbst. Weiters ist es mir die Regelmäßigkeit wichtig. Wenn wir einmal die Woche zur Eltern-Kind-Gruppe gehen, nehme ich mir dann bewusst Zeit, um mit Lena zu singen, basteln und zusammen zu sein.“
Sie ist jedoch auch Mitarbeiterin des Eltern-Kind-Zentrums. Als Bäuerin, mit einer reitpädagogischen Ausbildung und Ausbildung zur Eltern-Kind-Gruppenleiterin, führt sie eine Bauernhof-Eltern-Kind-Gruppe und Eltern-Kind-Gruppen bzw. Spielgruppen mit Pferd. „Grundsätzlich schätze ich die Arbeit als Eltern-Kind-Gruppenleiterin als wichtige Arbeit. Ich selbst habe es genossen in Gruppen zu gehen und möchte nun etwas davon weitergeben. Ich arbeite gerne mit Familien und Kindern. Die Bauernhof-Eltern-Kind-Gruppe und die Spielgruppen mit Pferd kann ich auch gut mit meiner Arbeit in unserer Landwirtschaft verbinden. Mir ist es wichtig den Kindern und ihren Eltern die Natur und Pferde näher zu bringen und ihnen mitzugeben, wie wichtig es ist auf sie zu schauen und sie pfleglich zu behandeln. Ich finde es schön, etwas anzubieten, was es sonst in der Form in Hallein noch nicht gibt. Kinder lieben Tiere und das Spielen in der freien Natur. Nicht zuletzt genieße ich das schöne Arbeitsklima mit meinen Kolleginnen im Eltern-Kind-Zentrum!“
Renate Meyer „Ich leite die Eltern-Kind-Gruppen mit meiner Kollegin Mag. Martina Rathmayr-Schell so gerne, weil mir die Arbeit mit den Kindern und den Müttern großen Spaß bereitet. So lerne ich auch immer ausgesprochen nette Frauen kennen, die mit ihren Kindern die Gruppen besuchen. Vor allem läßt sich diese Arbeit perfekt mit meinen eigenen zwei Töchtern vereinbaren, da ich mittags immer zu Hause bin und wir in den Ferien keine Gruppen anbieten.“
Autor / Quelle: Mitarbeiterinnen des EKIZ-Neualm
Beitrag online bis 31.12.2007 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (22.12.07 - 24.12.07 - ) / 2000 / 589
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