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 © Helmut Meisl

 Fastenaktion
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2. Abend
FASTENAKTION 2008

Dienstag, 19. Februar 2008
20:00 Uhr
Pfarrzentrum Neualm



Die Erde war wüst und leer... Vom Chaos zum Kosmos

Vortrag am 19.02.2008: Nicht nur die Erde war in der Darstellung von Gen 1,2 wüst und leer und ziemlich chaotisch, sondern auch die Diskussion über das Verständnis von Schöpfung und Evolution ...

... über das Verhältnis von jüdisch-christlicher Glaubensrede und naturwissenschaftlicher Reflexion sowie über die Differenz zwischen theologischem Diskurs und physikalischer Hypothesenbildung verläuft oft wüst, leer und chaotischisch. Auf der einen Seite bekämpfen gläubige Menschen Vertreter der Evolutionsthese, auf der anderen Seite machen Naturwissenschaftler religiöse Weltbilder lächerlich und beide gehen dadurch am Anliegen des jeweils anderen vorbei. Die vor einiger Zeit geführte Diskussion über das so genannte intelligent design verstärkte den Eindruck, dass offenbar der wissenschaftstheoretische Status theologischen Denkens einerseits und einzelwissenschaftlicher Forschung andererseits ungeklärt ist.

Ohne den Anspruch zu erheben, in dieser verfahrenen Situation eine schnelle und einfache Lösung finden, versucht der Referent, Kriterien, Grundlagen und auch Grenzen unterschiedlicher Zugänge zum Kosmos, in dem wir leben, zu formulieren. Worin besteht das Eigentlich einer theologischen Aussage? Inwiefern unterscheidet sie sich von philosophischen bzw. (natur-)wissenschaftlichen Aussagen? Was lässt sich sinnvoll vom Sinn der Welt, von ihrem Anfang und ihrer Vollendung sagen und was nicht? Fasten kann im Bereich der Theologie auch bedeuten, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht Ideen und Konzepten nachzujagen, die eine sachgemäße Auseinandersetzung eher behindern als fördern. Vom Chaos zum Kosmos: Vielleicht auch eine Ermunterung für theologisches Denken?





Autor / Quelle: DDr. Franz Gmainer-Pranzl

Beitrag online bis 31.12.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (12.2.08 - 19.02.08 - ) / 2077 / 329