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Dr. Hans Neumayer
3. Abend FASTENAKTION 2008
Dienstag, 26. Februar 2008 20:00 Uhr Pfarrsaal Rehhof
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Die Erde bringe hervor ... Gebraucht bis zum Verbrauch
Vortrag am 26.02.2008: Wer den Acker zerstört, von dem er lebt, oder Raubbau am Wald betreibt, dessen Ertrag seine Lebensgrundlage bildet, sägt seinen eigenen Lebensast ab.
Was im Kleinen allen Bauern und Bäuerinnen klar ist, haben wir im Großen angesichts des Überangebots an Energie, das wir die letzten 100 Jahre zur Verfügung hatten, glatt vergessen und wir haben es gerne vergessen.
Denn die Mangelwirtschaft vergangener Zeiten sehnt niemand herbei. Und doch kann die Erde mit einer bekannten Oberfläche nicht unbeschränkte Güter produzieren.
Sie die fetten Jahre – die freilich nur für einen Bruchteil der Erdbevölkerung fett waren - also vorbei? Kann es Lebensqualität ohne Wachstumszwang geben?
Was an unserem Lebensstil können wir verantworten und was nicht mehr?
Das sind brennende Fragen einer Gesellschaft, die eher Raubbau als nachhaltige Wirtschaft betreibt.
Wenn jeder Mensch Würde hat, dürfen wir nicht auf Kosten kommender Generationen leben und wir können nicht ernsthaft anderen absprechen, was wir uns nehmen. So gesehen kommt das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung einem christlichen Menschenbild sehr nahe.
Und darüber, was uns gerechterweise zusteht, brauchen wir nicht zu fantasieren, sondern es lässt sich anhand des Ökologischen Fußabdrucks ziemlich gut berechnen.
Ohne Zweifel ist der Prozess einer nachhaltigen Entwicklung eine riesige Herausforderung. Aber es gibt 1. keine sinnvolle Alternative und 2. auch beträchtliche Chancen.
Was ein ethischverantwortbarer Umgang mit den Ressourcen vor Ort bedeuten kann und was die Aufgabe der Kirchen sein könnte, wird Teil des Vortrags und vor allem zu diskutieren sein.
Autor / Quelle: Dr, Hans Neumayer
Beitrag online bis 31.12.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (19.2.08 - 26.02.08 - ) / 2083 / 377
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