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Pfarrer Wolfgang Del-Negro





Wir sind Gottes Kinder

05.07.2002: Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt. Und wir sind es wirklich!

(1. Johannesbrief, 3,1)
Was ist das doch für eine bunte Schar von Menschen, die Gott so liebt, wie die besten Eltern ihre Kinder nur lieben können! Gute Eltern lieben ihre Kinder alle gleich, auch wenn die guten und die schlechten Eigenschaften recht ungleich verteilt sind. Jesus hat das in seiner Zuwendung zu den Schwächsten seiner Mitmenschen besonders deutlich gemacht: Alle sind Kinder des himmlischen Vaters, die er liebt, ob sie nun stark oder schwach sind, gesund oder krank, reich oder arm, Einheimische oder Fremde.
Ich bin wichtig - ja!
Aber der andere neben mir oder die Afrikanerin irgendwo in der Savanne und die Kinder im Slum von Rio de Janeiro sind Gott genauso wichtig.
Selbst wenn ich sie komisch finde, wenn ich ihre Sitten und Bräuche nicht verstehe - Gott liebt sie so wie mich. Jesus tritt mit dieser Sichtweise für ein sehr anspruchsvolles Menschenbild ein: Jeder ist es wert, geliebt zu werden. Er möchte daher, dass wir die Würde unserer Mitmenschen auch dann respektieren, wenn sie uns fremd, unverständlich oder schwierig erscheinen. Von ihm können wir genaues Hinschau- en lernen, das uns hilft, die liebenswürdigen Seiten unserer Mitmenschen zu entdecken - auch die, die wir zunächst als fremd und ungewohnt empfinden.
Ich wünschen Ihnen viel Freude dabei!





Autor / Quelle: Pfarrer Wolfgang Del-Negro

Beitrag online bis 30.9.2002 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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