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Meditation
Fußball und der Heilige Geist Gottes
– was haben beide miteinander zu tun? Bei einem Fußballspiel im großen Rund des Stadions geht es ähnlich zu wie damals zu Pfingsten in Jerusalem. Die Fans jolen und schreien, feuern ihre Mannschaft an, springen auf, singen, sind vielleicht tieftraurig, wenn die gegnerische Mannschaft ein Tor schießt. Und schäumen über vor Begeisterung über ein erstklassiges Spiel, über den Sieg ihrer Truppe. In wenigen Wochen werden wir das hautnah in unserem Land erleben: im EMStadion in Salzburg, auf der Fanmeile, beim Public Viewing, in Kneipen oder daheim vorm Fernseher. Die Fußball-EM begeistert und zieht viele Menschen an – aus aller Herren Länder werden Fans zu uns reisen, ihre Mannschaft anfeuern, sich über einen Sieg freuen oder traurig nach einer Niederlage sein. So war es auch am Pfingstfest: Menschen von überall her, mit´unterschiedlichen Sprachen hatten sich versammelt, um zu feiern. Die Anhänger Jesu konnten ihre Traurigkeit über den Tod Jesu endlich überwinden und daran glauben: Jesus lebt, er ist mitten uns. Diesen Sieg des Lebens über die scheinbare Niederlage am Kreuz wollten, ja mussten sie weitersagen – voller Euphorie. Diese Begeisterung springt über, die Menschen lassen sich anstecken, geraten außer sich, singen, tanzen. Und werden Fans von diesem Jesus – 3.000 Menschen lassen sich taufen, treten dem Club der Freunde Jesu bei. Ich wünsche mir, dass diese Begeisterung der ersten Christen und Christinnen auch bei uns spürbar wird: in unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen, in meinem Alltag. Dass diese Begeisterung überspringt auf die, die sich von der Gemeinde fernhalten und sich damit selbst ins Abseits stellen, auf die, die mit dem Austritt spielen oder sich noch gar keinem Team angeschlossen haben. Und ich wünsche mir, dass wir mit unserer Begeisterung an die Begeisterung der Fußballfans anknüpfen können, dass die Europameisterschaft vor unserer Haustür auch ein Anstoß für den Glauben sein kann!
Nutzen wir die Chance und lassen uns anstecken von Gottes Heiligem Geist! Ihr/Euer Pfarrer Peter Gabriel
Autor / Quelle:
Beitrag online bis 2.7.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (13.5.08 - 13.05.08 - ) / 2159 / 313
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