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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
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Ein zukunftsorientiertes Ergebnis

Die Apostel der Urgemeinde finden im Streit um die Witwenversorgung eine beeindruckende Lösung. Zuständigkeiten und Verantwortung werden neu verteilt. Wort und Tat, Verkündigung und Diakonie gehen als Auftrag auf verschiedene Menschen über, gehören aber weiterhin als Einheit zusammen. Ein wesentlicher Schritt zur gelungenen Konfliktlösung ist hier vollzogen. Die Erfolgsgeschichte der weiteren Verbreitung des Christentums bestätigt dies. Dennoch bleibt die Gewichtung von Verkündigung und Diakonie bis heute eine Herausforderung für alle, die diese Einheit von Wort und Tat wesentlich für den Dienst in der Kirche halten.





17. August 2008 - 13. Sonntag nach Trinitatis VI

Vieles, was für die Urkirche galt, lässt sich nicht, wie es heißt, „eins zu eins“ in unsere Gegenwart übertragen. Anderes scheint mir in seinen Grundanliegen brandaktuell zu sein.

Das mach ich mal!
Bibelwort: Apostelgeschichte 6,1-7

Im Hinblick auf die Situation in vielen Pfarrämtern zählt dieser Abschnitt aus der Apostelgeschichte für mich zu den Texten, die nicht nur in Kirchenvorstandssitzungen und Pfarrkonferenzen, sondern auch in landeskirchlichen „Chefetagen“ Gehör finden sollten. Dringend! „Es ist nicht recht, dass wir für die Mahlzeiten sorgen und darüber das Wort Gottes vernachlässigen.“ Recht bald erkannten die Apostel die Notwendigkeit der Arbeitsteilung. Die Schwestern und Brüder im geistlichen Amt, die ich vor Augen habe, geben sich alle Mühe, das Wort Gottes nicht zu vernachlässigen. Erst recht vernachlässigen sie nicht die Menschen, die sich mit Bitten und Fragen, mit ihrer sozialen Not an sie wenden. Ihr Engagement in der Nachfolge Christi ist riesengroß – bis sie eines Tages ausgepowert sind und merken, nichts mehr zu sagen zu haben; sie leiden darunter, – trotz ihres Fleißes (!) – ihrer Berufung nicht mehr zu entsprechen. Die Apostel hatten rechtzeitig die Reißleine gezogen, die Aufgabenfelder geteilt – und vorbildlichen Menschen die notwendigen Dienste übertragen. Sie selber blieben „ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes“. Damit hatten sie mehr als genug zu tun.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Gundula Kühneweg

Beitrag online bis 28.8.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (14.8.08 - 21.08.08 - ) / 2205 / 201