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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Schlüsselgewalt

Jeder Mensch hat die Möglichkeit, Menschen den Zugang zu Jesus zu erschließen oder zu versperren. In Matthäus 18,18 spricht Jesus sogar der ganzen Gemeinde die Binde- und Lösegewalt zu. Schieben wir also unsere Verantwortung nicht auf das Petrusamt. Uns allen hat Jesus sein Werk anvertraut, und uns alle wird er einmal fragen, wie wir mit unseren „Schlüsseln des Himmelreiches“ umgegangen sind.




24. August 2008
21. Sonntag im Jahreskreis A
1. Lesung: Jesaja 22,19-23
2. Lesung: Römer 11,33-36
Evangelium: Matthäus 16,13-20

24. August 2008 - 21. Sonntag im Jahreskreis

Ich aber sage dir: Du bist Petrus – der Fels -, und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

Das mach ich mal!
Bibelwort: Matthäus 16,13-20

Was Jesus von den Jüngern wissen will, hat nichts mit der Umfrage für ein Polit-Barometer zu tun: Wie schätzen mich die Leute ein? Wie beliebt bin ich? Was „die Leute“ so über ihn denken, ist ohnehin nur Vorbereitung auf den eigentlichen Punkt; die Antwort darauf wird weder kommentiert noch bewertet. Was Jesus wirklich wissen möchte, ist, was seine Schüler und Freunde von ihm halten. Und auch das nicht um seiner selbst willen, als bräuchte er Vergewisserung von seinen Anhängern. Vielmehr möchte er mit seiner Frage seine Schüler dazu bringen, sich Gedanken zu machen über den wahren Grund ihrer Bereitschaft, mit diesem Jesus von Nazaret einen neuen Weg zu gehen. Was hält sie bei ihm? Was lässt sie nicht los? Warum gerade er und nicht ein anderer Rabbi oder Retter? Diese Fragen sind von zeitloser Aktualität für alle, die sich „Christen“ nennen. Meine Antwort darauf wird je nach meiner Situation und Glaubenserfahrung anders ausfallen und muss sich auch keineswegs mit der von Petrus decken. Seine Antwort macht mir aber klar, dass sie nur das Ergebnis eines intensiven Weges, einer innigen Bekanntschaft mit diesem Jesus sein kann. Der tragende Grund für das bewusste Gehen mit Jesus erwächst aus dem Gehen selbst. Keine Antwort ist falsch. Falsch ist nur, sich den Fragen nicht zu stellen. Das will ich tun: meine momentane Antwort darauf finden.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Hans Reithofer

Beitrag online bis 21.9.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (21.8.08 - 28.08.08 - ) / 2209 / 244