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Auch nach zweitausend Jahren noch: Werft euer Vertrauen nicht weg
„Was mich wundert, sagt Gott, das ist die Hoffnung. Da komme ich nicht mit. Diese kleine Hoffnung, die nach gar nichts aussieht. Dies kleine Mägdlein Hoffnung. Unsterblich.“
Charles Peguy
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7. September 2008 - 16. Sonntag nach Trinitatis VI
Mitten im schönsten Frühherbst erzählt uns dieser Sonntag vom Sterben und vom Tod. Aber er will uns damit keine Angst machen.
Das mach ich mal! Bibelwort: Hebräer 10,35-36(37-38)39
Im Gegenteil. Unsere Angst soll überwunden werden. Auch die Menschen in der Gemeinde der Hebräer hatten Angst und machten ihrem Apostel Vorwürfe. Jetzt haben wir uns taufen lassen, haben unseren alten Glauben verlassen und den neuen Glauben angenommen – und was ist neu? Wir werden auch krank. Unsere Lieben sterben. Wo ist denn das Neue, das den Tod besiegt? Jetzt fällt der Satz, der uns mitten ins Herz treffen soll, wenn die Angst groß wird: Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Nur noch eine kleine Weile, dann kommt der, der kommen soll. Die kleine Weile hat sich zu einer großen ausgeweitet – in unserem Empfinden. Aber die Mahnung an uns bleibt die gleiche: Werft euer Vertrauen nicht weg. Wir können etwas machen, wenn die Sorgen wachsen. Wir können ihnen begegnen mit Vertrauen zu dem, der größer ist als jede Sorge. Die Angst geht nicht einfach weg, aber ich lege sie auch in Gottes Hände. Bitte, Gott, nimm dich meiner Angst vor dem Sterben an. Und schenke mir ein Zeichen deiner Nähe, damit ich lebe, auch wenn ich sterbe.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Becker
Beitrag online bis 18.9.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (4.9.08 - 11.09.08 - ) / 2219 / 212
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