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Ein altes Bild: Ein Knabe in sorglosem Schlummer, der nicht merkt, dass seine Zeit im Stundenglas verrinnt und er schon auf dem Totenschädel gebettet ist. Eine Mahnung, die auch wir heute nicht gerne sehen. Wer will schon an den Tod, an die ablaufende Lebenszeit erinnert werden? Wo wir doch bis ins hohe Alter aktiv sein möchten. Und verschlafen dann doch vielleicht bei aller Aktivität das Wesentliche: Dass wir sterblich sind, doch den Tod nicht fürchten müssen, weil uns ewiges Leben verheißen ist.
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Ein altes Bild: Ein Knabe in sorglosem Schlummer, der nicht merkt, dass seine Zeit im Stundenglas verrinnt und er schon auf dem Totenschädel gebettet ist. Eine Mahnung, die auch wir heute nicht gerne sehen. Wer will schon an den Tod, an die ablaufende Lebenszeit erinnert werden? Wo wir doch bis ins hohe Alter aktiv sein möchten. Und verschlafen dann doch vielleicht bei aller Aktivität das Wesentliche: Dass wir sterblich sind, doch den Tod nicht fürchten müssen, weil uns ewiges Leben verheißen ist.
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21. September 2008 - 18. Sonntag nach Trinitatis VI
„Kauft die Zeit aus“, schreibt uns der Apostel im Epheserbrief. „Nutzt die Zeit“, heißt es in der Einheitsübersetzung. Das kennen wir zur Genüge: Zeit ist Geld.
Das mach ich mal! Bibelwort: Epheser 5,15-21
Da gibt es nichts zu vertrödeln, da ist noch allerhand zu erledigen. Da mach ich mal mit – in der Hektik und dem Stress des Alltags? Das kann der Apostel wohl kaum gemeint haben und so möchte ich die Zeilen auch nicht verstehen. Wenn er uns mahnt, das Leben weise und nicht töricht zu leben, dann meint er damit nicht, noch mehr in die Stunden und Minuten zu packen, sondern weniger, aber Wesentliches. Konkret: Lieber ein gutes Buch zu lesen, als den Fernsehfilm zu schauen, der sich in der Ankündigung toll anhört und dann doch allzu oft enttäuscht; mit dem Gebet am Ende des Tages nicht zu warten, bis mir die Augen zufallen; nicht jeder Sensation und Neuigkeit hinterher zu hecheln, die sich dann doch als Banalität entpuppt. Und eines nicht zu vergessen: Gott zu danken und zu loben. Zeit des Dankes ist gut genutzte Zeit, denn sie öffnet mir Herz und Verstand für die Liebe, die ich von Gott empfange. Und das nicht nur im Gottesdienst und im Gebet, sondern in und mit dem ganzen Leben – soweit uns das gelingt. Begreifen, was der Wille des Herrn ist. Der britische Schriftsteller Clive Staples Lewis (1898–1963) hat das wunderbar auf den Punkt gebracht: „Unser Vorbild ist Jesus, nicht nur auf Golgatha, sondern auch in der Werkstatt, auf der Landstraße, in der Menschenmenge, unter lauthalsen Forderungen, in harter Opposition, im Mangel an Ruhe und Privatsphäre, in dauernden Unterbrechungen.“
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Tillmann
Beitrag online bis 2.10.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (18.9.08 - 25.09.08 - ) / 2224 / 204
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