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Nur in der Tiefe findet man wahre Schätze.
Der Mensch soll nicht sorgen, dass er in den Himmel kommt, sondern dass der Himmel in ihn komme. Wer ihn nicht in sich selber trägt, der sucht ihn vergebens im ganzen All.
(Otto Ludwig)
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17. Sonntag im Jahreskreis
26.07.2002: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß und kaufte den Acker.
„Oh ja“, höre ich jemanden sagen, „Unsummen habe ich bisher investiert, aber die großen Schätze noch nie gehoben.“ Und dann erzählt er, seit wann er Lotto spiele, wie oft er ein Spielcasino besucht oder bei Preisausschreiben mitgemacht habe. Irgendwann werde er den ganz großen Gewinn einstecken. Leider glaube ihm das seine Familie nicht und streite unablässig mit ihm. „Den kostbaren Acker besitze ich bereits“, behauptet ein anderer und spricht voller Stolz von seinem Beruf, der dicke Prämien brächte, solange er richtig ranklotze. Kurze Zeit später kommt er mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus. Werden der Spieler und der Workaholic – und wir mit ihnen – je begreifen, wovon Jesus redet? Von einem zwar noch verborgenen, aber wunderbaren Schatz. Der ist uns verheißen. Warum streben wir mitunter so besessen nach Hab und Gut und Ehre, die vor Gott bestenfalls „Peanuts“ sind, und „graben“ so nachlässig nach dem einzig kostbaren Schatz, obwohl wir wissen, wo er verborgen ist? Dabei stehen wir viel besser da als der Mann, von dem in unserer Geschichte die Rede ist. „In seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker“, heißt es von ihm. Seit Ostern wissen wir, dass wir nicht einmal über Kapital verfügen müssen, da ein anderer uns den Acker sogar schon erworben hat.
Autor / Quelle: Gundula Kühneweg
Beitrag online bis 1.8.2002 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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