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Paulus sieht über die Mauer des Todes hinweg. Es ist nicht allein der Tod, der ihn seufzen macht, denn wir würden ja nicht seufzen, wohnte nicht beim Schmerz die Sehnsucht, spürten wir nicht, dass es auch anders sein könnte. Wir wären dem Verzweifeln nicht so nah, hofften wir nicht, dass das andere schon auf uns wartet. Wir würden nicht mitten in dieser vom Tod überschatteten Welt seufzen, sie vielmehr stumpf hinnehmen, ersehnten wir nicht dieses andere: ein Leben, dem kein Tod mehr in den Rücken fällt.
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16. November 2008 - Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr VI
Was ist denn eigentlich der Himmel? Kürzlich hat achtjähriger Schüler darauf eine wunderbare Antwort gefunden. Der Schüler hörte gerne die biblischen Geschichten im Religionsunterricht.
Das mach ich mal! Bibelwort: 2. Korinther 5, 1-10
Manche erschreckten ihn, andere machten ihn froh. Längst nicht alle Geschichten gehen ja gut aus. Und das machte dem Schüler zu schaffen. Als der Lehrer dann eines Tages fragte, wie man sich denn den Himmel vorstellen könne, da antwortete der Schüler: „Im Himmel werden alle Geschichten zu Ende erzählt.“ Großartig ist das. Und genauso ist es wohl. Der Himmel ist die Vollendung alles Angebrochenen. Der Himmel ist also etwas Notwendiges. Diese abgebrochenen Geschichten im Leben, die Versäumnisse, die Schuld – was soll denn aus all dem werden? Das alles hat seinen Platz im Himmel. Dort wird aus dem Glauben ein Schauen und aus den windschiefen Hütten des Lebens ein fester Bau. Paulus weiß das genau. Auch für ihn ist der Himmel kein beliebiges Sahneschnittchen, sondern eine unbedingte Notwendigkeit. Ohne Himmel ist Gott, Jesus und der Glaube unvorstellbar. Dort werden wir endlich verstehen, wie alles zusammengehört.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Becker
Beitrag online bis 27.11.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (13.11.08 - 20.11.08 - ) / 2306 / 214
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